In ihrem Verständnis betrachtet sich die Bundeswehr als Rechtsanchfolgerin und in der Tradition früherer deutscher Armeen (außer der NVA der DDR). Dabei werden die maßgebliche Beteiligung an Verbrechen und die Verantwortung deutscher Militärs in der Vergangenheit nicht nur ausgeblendet und in nicht unbeträchtlichem Umfang bagetelisiert, sondern auch heroisiert. Hier ist Widerspruch nötig und geschichtlicher Verfällschung entgegen zu wirken. Informationen über rechte Tendenzern in und um die Truppe auch im Blog Braunzone Bundeswehr???

Ludwig Baumann: „Ich wollte kein Soldat sein, wollte keine Menschen töten, keine Verbrechen begehen. Ich wollte ganz einfach leben.“13.12.2011

ZC 4/2011

Nach der Logik Hitlers und des deutschen Militärs hätte Ludwig Baumann seit 1942 tot sein müssen - so wie Zehntausende anderer Wehrmachtsoldaten, die das Unrecht des Krieges nicht mehr länger mitmachen wollten, desertiert sind und dafür ermordet wurden.

Das Grauen des Krieges hat er überlebt. Und traf in den Jahrzehnten danach auf einen deutschen Staat, der zwar als Antwort auf die Nazi-Diktatur gegründet wurde, aber teilweise an den Nazi-Vorstellungen festhielt. Erst vor zwei Jah...[weiterlesen]

Rechtsum im Hofgarten01.12.2011

Bundeswehr ist wer

Zusammen mit bekannten ultrarechten Organisationen wie der "Ordensgemeinschaft der Ritterkreuzträger" ehemaliger Wehrmachts- und Waffen-SS-Angehöriger und der völkischen "Burschenschaft Danubia" gestalteten Bundeswehr und Bundespolizei die Veranstaltung zum Volkstrauertag im Münchner Hofgarten. Im Publikum anwesend: Bayerns Innenminister Joachim Herrmann.
Bei einer vom "Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge" mitinitiierten Veranstaltung zum Volkstrauertag kam es am Sonntag, 13. November...[weiterlesen]

Lernort mit Lücken15.11.2011

www.jungewelt.de

Hintergrund. Die Bundeswehr leistet sich ein Museum, das die Greuel deutscher Kriegsgeschichte zeigt – aber nur bis 1945
Von Frank Brendle

Runter vom Feldherrnhügel« ist ein oft zitiertes Motto des Militärhistorischen Museums der Bundeswehr, das Mitte Oktober in Dresden eröffnet wurde. Hier wird Militärgeschichte einmal anders erzählt: Nicht als Abfolge mehr oder weniger heroischer Schlachten und mehr oder weniger genialer Feldherrn, wie man es aus anderen Museen dieses Gen...[weiterlesen]

Pazifistisches Bündnis kämpft für Denkmal Kein Ort für Deserteure27.05.2011

die tageszeitung - www.taz.de

In Hamburg hat ein pazifistisches Bündnis ein Kriegerdenkmal mit Folien verhüllt. Es fordert einen Gedenkort für Deserteure im Zweiten Weltkrieg. Doch nicht alle finden das gut: Die Folien wurden schon zwei Mal heruntergerissen. VON DANIEL KUMMETZ

HAMBURG taz | Der alte Herr liest das Schild und blickt auf den Muschelkalk-Quader, dessen obere Hälfte mit schwarzer Folie verhüllt ist. Er spricht die zwei Männer an, die neben dem Denkmal stehen. "Krieg findet immer statt", sagt er zu...[weiterlesen]

Der Lügenbaron und seine Bande28.03.2011

Zivilcourage 2011-01

Anmerkungen zum Fall Guttenberg, der Christenunion, Moral und Krieg
Von Stefan Philipp

Die ganze „Causa Guttenberg“ ist eine ziemlich widerliche Geschichte von Lüge, Betrug, moralischer Verkommenheit, politischer Macht und mafiaähnlicher Ganovenehre. Immerhin einen positiven Aspekt gibt es bei der ganzen Angelegenheit: Die Wehrpflicht ist weg - und ob das ohne Karl Guttenberg, mindestens so schnell, gekommen wäre, ist sehr zweifelhaft.

Menschenrechtlich ist ...[weiterlesen]

Militärisches Ehrengeleit für Ritterkreuzträger der Wehrmacht02.03.2011

www.Bundeswehr-monitoring.de

In den Jahren 2008 bis 2010 hat die Bundeswehr bei 20 Begräbnissen von Ritterkreuzträgern der Wehrmacht ein "militärisches Ehrengeleit" gestellt. Nach Angaben des Parlamentarischen Staatssekretärs Kossendey vom 9. Februar 2011 lasse es die gültige Dienstvorschriftenlage zu, dass die "Träger von Tapferkeitsauszeichnungen des Zweiten Weltkrieges von der Stufe 'Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes' an aufwärts" mit militärischen Ehren durch die Bundeswehr beigesetzt werden könnten. Eine Genehmi...[weiterlesen]

(Nicht) Zum Heulen - Kritische Gedanken zum „Ehrenmal“ der Bundeswehr nach einem Jahr des Bestehens14.11.2010

Aktion in Mittenwalde, 15.05.2009

Von Eugen Januschke(für ZivilCourage – Das Magazin für Pazifismus und Antimilitarismus – 4/2010)

Wie zu erwarten war, zeigte das erste Betriebsjahr des neuen Ehrenmals der Bundeswehr, dass es weder von den Medien noch von der Bevölkerung angenommen wird. Man könnte es dabei bewenden lassen, dies festzustellen, wenn sich andererseits nicht einiges getan hätte in der neuen Opferökonomie deutscher Kriegseinsätze während des vergangenen Jahres. Und es ist davor zu warnen, aus der mang...[weiterlesen]

„Einsatznah ausbilden“ mit NS-Pressechef -- Führender NS-Propagandist als Ghostwriter von Bundeswehr-Ausbildungsmaterial14.08.2010

5105 Zivilcourage 03-2010

(Von Wigbert Benz für ZivilCourage – Mitgliedermagazin der DFG-VK – 3/2010)

Der Vernichtungskrieg, den die Wehrmacht geführt hat, ist nicht zu leugnen. Führende NS-Propagandisten als Ghostwriter oder Quellengeber offizieller Ausbildungsmaterialien der Bundeswehr müssen als Albtraum erscheinen.
Dass der NS-Pressechef im Auswärtigen Amt Paul Karl Schmidt im Zweiten Weltkrieg Holocaust und Kriegspropaganda betrieb, ist bekannt. Ebenso seine Rolle nach dem Krieg als Bestsellera...[weiterlesen]

Bundeswehr verharmlost rechte Neigungen beim Offiziersnachwuchs15.03.2010

http://www.linksfraktion.de

"Die politischen Haltungen von Offiziersstudenten der Bundeswehr sind zum Teil hochproblematisch und zeigen eine bedenkliche Nähe zu demokratiefernen Positionen der ,Neuen Rechten'", sagt Ulla Jelpke, innenpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. Das ergebe sich aus einer Umfrage des Sozialwissenschaftlichen Instituts der Bundeswehr unter den Studenten der Bundeswehr-Universitäten in Hamburg und München. Die bislang unveröffentlichte Studie wurde bereits Ende 2007 unter 2300 Studenten d...[weiterlesen]

Gegen Demokraten helfen nur Soldaten -- Inlandseinsätze des Militärs haben eine unselige Tradition08.01.2010

Soldaten-Freudenstadt,20.11.2008

von Frank Brendle in Forum Recht 3/2009
„Militair- und Civilbediente sind vorzüglich bestimmt, die Sicherheit, die gute Ordnung, und den Wohlstand des Staats unterhalten und fördern zu helfen." Paragraph 1 des Allgemeinen Preußischen Landrechts von 1794 sah vor, was heute von tonangebenden „Sicherheitspolitikern" wieder vehement eingefordert wird: Um „Sicherheit", „gute Ordnung" und den „Wohlstand des Staates" zu bewahren, soll Militär im Inneren eingesetzt werden. Das Weißbuch der Bundes...[weiterlesen]

Symbolisches Desaster - Das »Ehrenmal der Bundeswehr« soll dem Soldatentod mehr Achtung verleihen28.12.2009

http://www.forum-pazifismus.de

(von Eugen Januschke für Forum Pazifismus Nr. 24, Dezember 2009)

Anfang September 2009 ist in Berlin das »Ehrenmal« der Bundeswehr eingeweiht worden. Dort soll künftig der »infolge ihrer Dienstausübung verstorbenen« Militärangehörigen gedacht werden. Es soll einen Gedenkkult um den Soldatentod begründen, der Trost, Sinn, Legitimation und Motivation stiftet. Erreicht werden sollen sowohl Soldaten als auch deren Angehörige (bzw. »Hinterbliebene«) und die ganze Gesellschaft. Der Gede...[weiterlesen]

Ehrenmalkampagne: „Menschenverachtend“!? – Die Sinnstiftung des militärischen Totenkultes zersetzen!19.12.2009

Ehrenmal 01

(Erläuterungen zur Ehrenmalkampagne aus dem DFG-VK-Landesverband Berlin-Brandenburg)


Unser Aufruf, Feste zu feiern, wie sie fallen, dürfte geeignet sein, vielerorts Empörung hervorzurufen. Schon unser vor vielen Jahren aufgelegtes Plakat, das einen Sarg mit einem „gefallenen“ Bundeswehrsoldaten unter dem Titel „Schritt zur Abrüstung“ zeigte, rief wütendes Geheule von der Jungen Freiheit bis hin zum Bundeswehrverband hervor. Wenn die Freundinnen und Freunde des deutschen Mi...[weiterlesen]

"Kriegsverräter" - Dem Widerstand gegen den Krieg bis heute die Würdigung und Ehrung vorenthalten09.06.2009

Dt. Wehrmacht

Soldaten die den Krieg u.a. mit der Weitergabe von Informationen an andere Armeen halfen zu verkürzen und so ihren Beitrag leisteten, sind in Anlehnung an den "Landesverrat" wegen "Kriegsverrat" von den faschistischen Machthabern verfolgt worden. "Wer der Krieg verrät verrät seine Kameraden", so die Argumentation und sei deshalb nicht ehrenwürdig.
Bis heute wird "Kriegsverrätern" in der Bundesrepublik Deutschland die Rehabilitierung vorenthalten. Hier einige Artikel zur Diskussion zu dem...[weiterlesen]

Bundeswehrskandal Coesfeld - Bedauerlicher Einzelfall oder mehr?25.01.2008

Dt. Militär 1939-1945

Ein POSITIONENPAPIERE der Arbeitsstelle Frieden und Abrüstung e.V. (Januar 2008) von Michael Behrendt. Im Inhalt der Skandal von Coesfeld und der damit verbundene Prozess gegen ursprünglich 18 Ausbilder der Bundeswehr wegen Misshandlung von 163 Untergebenen gibt einen Einblick in das Innenleben der Bundeswehr. Anders als die militärische Führung und die verantwortlichen Politiker behaupten, ist Coesfeld keinesfalls ein Einzelfall....[weiterlesen]

Neues Deutschland: Bald EKs für Hindukusch-Helden?23.01.2008

www.nd-online.de

Seltsame Häufung von Petitionen an den Bundestag – Überweisung an Jung
Von René Heilig

Die Bundeswehr ist zur Armee im Einsatz geworden. Entsprechend sollte man jene, die herausragende Leistungen vollbringen, besonders ehren – am besten mit dem Eisernen Kreuz, meint ein junger Mann aus Bremen. Er steht mit seiner Petition nicht alleine.

Vor rund zehn Monaten hatte Timmy Schwarz, der sich im Internet gern in Luftwaffenkombination präsentiert, den Vorschlag an ...[weiterlesen]

»Süß ist’s und ehrenvoll ...« - 2008 erhalten die »fürs Vaterland gestorbenen« Soldaten eine Gedenkstätte14.11.2007

In der jungen Welt stellt Frank Brendle, u.a. auch Landessprecher der DFG-VK Berlin-Brandenburg, die Hintergründe zum Ehrenmal für "gefallene" Bundeswehrsoldaten dar:

Das »Ehrenmal« für die Bundeswehr liegt auf Eis: Verteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU) hat die für den Volkstrauertag am 18. November angekündigte Grundsteinlegung abgesagt. Angeblich nur wegen einer noch ausstehenden Baugenehmigung. In den letzten Wochen hatten knapp 200 Wissenschaftler scharfe Kritik an dem ...[weiterlesen]

Auseinandersetzungen rund um 07.11.2007

Dt. Wehrmacht

STOLBERG. Ein "Friedenskreuz", das im Stolberger Ortsteil Zweifall (Nähe Aachen) an die Gefallenen im Zweiten Weltkrieg erinnert, sorgt für Auseinandersetzungen. Grund ist die Losung "Unsere Ehre heißt Treue" – im Dritten Reich von der SS genutzt (vg. letzter NEWSLETTER). Die Verwendung der Parole ist daher strafbar. Die Staatsanwaltschaft Aachen stellte jedoch ein Ermittlungsverfahren wegen Verwendens verfassungsfeindlicher Symbole ein. Dagegen wurde Beschwerde bei der Generalstaatsanwaltschaf...[weiterlesen]

Ein Ehrenmal für Kriegsdienstverweigerer, Deserteure und die Opfer von Soldaten würde dem Frieden eher dienen!19.10.2007

Monty Schädel - www.montyschaedel.de

Im Rahmen einer Debatte im Neuen Deutschland zur Diskussion zur Einrichtung eines Ehrenmals für Bundeswehrsoldaten stellte DFG-VK Bundesgeschäftsführer Monty Schädel seine Position dar:


“Willst du nicht des Mordens teilhaftig werden, behandle jede Militärperson wie man einen verwirrten, des Mordes überführten Menschen zu behandeln pflegt.“ (Lew Nikolajewitsch Tolstoi, Über den Umgang mit Militärpersonen)

Als ob es nicht bereits in fast jedem brandenburgische...[weiterlesen]

Der "Große Zapfenstreich" in der Öffentlichkeit - Ritual zur gesellschaftlichen Mobilmachung25.06.2007

Zapfenstreich

POSITIONENPAPIER der Arbeitsstelle Frieden und Abrüstung (Juni 2007) von Michael Behrendt.
Im Inhalt: Das militärische Zeremoniell des Großen Zapfenstreichs wird von der Bundeswehr in den letzten Jahren verstärkt in der Öffentlichkeit durchgeführt. Die Gründe dafür werden in diesem Papier skizziert....[weiterlesen]

Zuviel der Ehre: Ehrenschutz und Bundeswehrehrenmal25.05.2007

Bergen-Belsen

POSITIONENPAPIER der Arbeitsstelle Frieden und Abrüstung (Mai 2007) von Ulrike Gramann
Im Inhalt: Das Bundesministerium der Verteidigung plant die Errichtung eines zentralen Ehrenmal der Bundeswehr, mit dem Soldaten, die im Dienst ums Leben kamen, geehrt werden sollen. Es soll insbesondere jenen Soldaten gewidmet sein, die im Auslandseinsatz starben. Soldaten der Bundeswehr wird dadurch aus politischen Gründen eine Sonderrolle innerhalb der Gesellschaft zugesprochen.
...[weiterlesen]

„Öffentlich-feierliche Gelöbnisse“ der Bundeswehr - Rituale zur Militarisierung der Gesellschaft25.02.2007

Gelöbnix 1999 Berlin

POSITIONENPAPIER der Arbeitstelle für Frieden und Abrüstung (Februar 2007) von Michael Behrendt
Im Inhalt: Öffentliche Gelöbnisse dienen der Initiation der zivilen Staatsbürger in die Gemeinschaft der Kombattanten. Sie dienen aber auch der Militarisierung der Gesellschaft....[weiterlesen]

Der 20. Juli, die Wehrmacht und die Bundeswehr25.08.2006

Dt. Wehrmacht 003 Kapitulation

POSITIONENPAPIER der Arbeitsstelle Frieden und Abrüstung e.V. (August 2006) von Ulrike Gramann. Im Inhalt:
Woran wir uns erinnern (wollen), ist nicht beliebig, sondern hängt mit politischen Haltungen und Entscheidungen zusammen. Erinnerungs- und Gedenkpolitik transportiert Inhalte, die geeignet sind, zu aktuellen politischen Themen eine kritische oder affirmative Haltung hervorzurufen. Das Positionenpapier verdeutlicht unsere politische Position zur Bedeutung des 20. Juli für die Bundesw...[weiterlesen]

Rechtsextremistische Vorfälle in der Bundeswehr20.05.2006

Bergen-Belsen

Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage aus der Linksfraktion zu Rechtsextremistischen Vorfällen in der Bundeswehr 2002-2005.

...[weiterlesen]

Aktuelles zum Thema

Tritt in den Bänderriss - Landgericht stellt Verfahren ein

03.02.2012: Das Land­gericht Oldenburg hat am 2. Februar 2012 ein Berufungs­verfahren gegen einen 25-jährigen Feldwebel der Bundes­wehr wegen der Miss­handlung von Unter­gebenen gegen die Zahlung einer Geldauflage von 3.000 Euro eingestellt. Dem Zeit­soldaten ist vor­geworfen worden, im Februar 2010 einem Gefre... [weiterlesen]

Deutsche Friedensgesellschaft - Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen • 2012 • Impressum