Ich bin Mitglied, weil…

Unsere Mitglieder kommen aus allen Ecken der Gesellschaft. 

Hermann Theisen, Master of Social Work aus Heidelberg

"Ich bin Mitglied, weil das Grundanliegen der DFG-VK, das Streben nach gewaltfreien Formen der Konfliktlösung, auch mehr als 120 Jahre nach Gründung der Deutschen Friedensgesellschaft noch immer hochaktuell ist. Die kriegerischen Konfliktherde rund um den Globus bestätigen dies auf erschütternde Weise. Die Ursachen und Auswirkungen jener Konflikte haben mit jedem von uns etwas zu tun und wir sind deshalb alle gefordert, ihnen in der uns möglichen Art und Weise entgegen zu wirken, nicht mehr, aber auch nicht weniger."

 

Georg Huyoff, Lehrer aus Röbel/Müritz

"Als Lehrer erlebe ich immer wieder, wie undifferenziert und manchmal auch wie romantisch verklärt staatliche Gewalt in Form von Krieg von jungen Männern, aber auch Frauen gut geheißen wird. Das kritische Nachdenken über die Ursachen von staatlicher Gewalt wird seitens der Gesellschaft nur unzureichend gefördert. Gerade die radikale Ablehnung von Krieg und einer kriegsbejahenden Politik macht es erst möglich, die Argumente in die Öffentlichkeit zu bringen, die eine Auseinandersetzung ermöglichen. Deswegen unterstütze ich durch meine Mitgliedschaft in verschiedenen Organisationen, so auch der DFG-VK die Meinungsbildung zugunsten des natürlichen Friedenswillens des Menschen. Krieg ist nicht "natürlich", sondern Ausdruck von Politik in einer sozial ungerechten Gesellschaft. Seine Propagierung hat auch in den westlichen Demokratien eine mächtige Lobby in Industrie und Politik. Ich möchte Teil der Gegenlobby sein!"

 

Benno Malte Fuchs, Erziehungswissenschaftler aus Köln

"Ich bin Mitglied der DFG-VK, weil ich darin eine gute Möglichkeit sehe, der Verantwortung gerecht zu werden, keine Art von Krieg zu unterstützen und an der Beseitigung aller Kriegsursachen mitzuarbeiten. Die Abschaffung von Atomwaffen, NATO und Bundeswehr und Verteilung der dadurch freiwerdenden Ressourcen auf den zivilen Sektor ist mir dabei genau so ein Anliegen, wie der Stopp aller Rüstungsexporte mit einhergehender Konversion der Rüstungsindustrie, die Demilitarisierung des Bildungssystems, die Durchdringung des Militärisch-Industriellen-Medien-Akademischen-Komplexes und die Überwindung des Kapitalismus. Damit diese Ziele erfüllt werden ist es meiner Ansicht nach unerlässlich, auf positiven Frieden mithilfe von Friedensforschung, Friedensarbeit wie kritischer und konstruktiver Friedensbildung und Konflikttransformation, Friedensjournalismus und Gewaltfreier Direkter Aktion hinzuwirken."

 

Lena Sachs, Studentin aus Freiburg

"Ich bin Mitglied der DFG-VK, weil Militarisierung hier beginnt und hier beendet werden muss.
Militärische Gewalt ist zunehmend ganz normales Mittel der Außenpolitik geworden und wird der Bevölkerung als ALTERNATIVLOS verkauft. Dabei schmückt die sich mit Wörtern wie Frieden, Recht und Freiheit. Mit Attraktivitätsoffensiven, Werbe- und Imagekampagnen soll die Gesellschaft von der vermeintlichen Alternativlosigkeit überzeugt werden. Geht’s noch?"

 

Rainer Schmid, kirchlicher Mitarbeiter aus Württemberg

"Ich bin Mitglied der DFG-VK, weil Pazifist_innen die besseren Realist_innen sind. Weil Jesus von Nazareth den "Frieden auf Erden" gepredigt hat, und nicht nur den Frieden der Seelen. Weil Kriege keine Lösung sind, auch nicht als "ultima ratio". Weil wir die Rüstungsregion Bodensee in eine "Friedensregion Bodensee" verwandeln werden. Weil gewaltfreie Methoden nachhaltiger und effektiver sind als militärische Methoden. Weil die Kirche die Zusammenarbeit mit dem Militär beenden sollte. Weil man mit der Bergpredigt gute Politik machen kann: z.B. friedliche Revolution 1989."

Joachim "Bommel" Fischer, Künstler aus Bremen

Ich bin Mitglied der DFG-VK, weil ich dort viele Verbündete für den Einsatz für Abrüstung und eine Welt ohne Militär habe und die Friedensarbeit trotz des ernsten Hintergrundes auch Spaß macht. Mir ist es wichtig, in einer großen Friedensinitiative organisiert zu sein, denn nur gemeinsam sind wir stark!

Prof. Dr. Wolfram Wette, Historiker aus Freiburg

"Ich bin Mitglied der DFG, weil ich als ein Vertreter der Historischen Friedensforschung dazu beitragen möchte, dass unsere Erkenntnisse auch in der friedenspolitischen Arbeit nutzbar gemacht werden.

Nach meiner Überzeugung lauten die Lehren aus den von Deutschland verschuldeten beiden Weltkriegen eindeutig:

Zurückhaltung in der Außenpolitik, keine Militärinterventionen, statt dessen Übernahme gewachsener Verantwortung auf dem breiten Feld der zivilen Konfliktbearbeitung, Bekämpfung der Ursachen kriegerischer Konflikte, humanitäre Flüchtlingshilfe und Unterstützung von Gesellschaften nach Bürgerkriegen, moralische Verurteilung von Waffenexporten.

Eine Politik, die sich an diesen Leitlinien orientiert, kann auf die breite Überstützung der Menschen in Deutschland rechnen.

Mit der wachsenden zeitlichen Distanz zu den beiden Weltkriegen, angesichts mehrerer kriegerischer Konflikte an den Rändern der Europäischen Union und infolge des Wechsels der Generationen wächst heute die Gefahr, dass die zentralen friedenspolitischen Lehren des 20. Jahrhunderts verblassen. Damit wächst zugleich die Bedeutung historischer Aufklärung und Erinnerung."

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