Ergänzung zur Datenschutzerklärung der DFG-VK bezüglich Spenden

Die Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte Kriegsdienstgegnerinnen e.V.
Werastraße 10 70182 Stuttgart

- nachstehend Auftraggeber genannt -

und

Bank für Sozialwirtschaft AG, Konrad-Adenauer-Ufer 85, 50668 Köln

- nachstehend Auftragnehmer genannt -

haben eine Vereinbarung zur Auftragsdatenverarbeitung für die Bereitstellung des BFS-Net.Tool XXL getroffen.





1. Gegenstand und Dauer des Auftrags

(1) Gegenstand

Der Auftragnehmer erbringt für den Auftraggeber auf der Grundlage der BFS-Net.Tool XXL Nutzungsbedingungen (im Folgenden Leistungsvereinbarung) Leistungen im Bereich der Spendenverwaltung und Spendeneinziehung. Gegenstand des Auftrags ist die Bereitstellung eines Spendentools zur Einbindung auf der Website des Auftraggebers. Dieses dient der automatisierten Abwicklung von Spenden. Der Spender erfasst im Formular seine Anschrift, Kontodaten und den Spendenbetrag. Mit Hilfe dieser Daten wird die Spende auf dem Konto des Auftraggebers gutgeschrieben [Einzelheiten in Anlage 2],


(2) Dauer

Diese Vereinbarung gilt mit Wirkung zum 25. Mai 2018 und ersetzt ab diesem Zeitpunkt alle zuvor ggf. zwischen den Parteien geschlossenen Vereinbarungen zur Auftragsverarbeitung. Im Übrigen gilt Folgendes:

Die Dauer dieses Auftrags (Laufzeit) entspricht der Laufzeit der Leistungsvereinbarung.



2. Konkretisierung des Auftragsinhalts

(1) Art und Zweck der vorgesehenen Verarbeitung von Daten

Im Rahmen der Durchführung der Leistungsvereinbarung werden personenbezogene Daten von dem Auftragnehmer für den Auftraggeber erhoben und verarbeitet, namentlich über das auf der Website des Auftraggebers eingesetzte Spendentool. Der Auftragnehmer erhebt und verarbeitet sämtliche personenbezogene Daten ausschließlich zur Spendenverwaltung und Spendeneinziehung sowie nach den dokumentierten Weisungen im Auftrag des Auftraggebers.

Die Erbringung der vertraglich vereinbarten Datenverarbeitung findet ausschließlich in einem Mitgliedsstaat der Europäischen Union oder in einem anderen Vertragsstaat des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum statt. Jede Verlagerung in ein Drittland bedarf der vorherigen Zustimmung des Auftraggebers und darf nur erfolgen, wenn die besonderen Voraussetzungen der Artt. 44 ff. DS-GVO erfüllt sind.

(2) Art der Daten

Gegenstand der Verarbeitung personenbezogener Daten sind folgende Datenarten/-kategorien:
(1)    Vollständiger Name (Nachname, Vorname) mit Anrede (optional Titel und Firmenbezeichnung)
(2)    Anschrift (Straße, Hausnummer, Ort, Postleitzahl, Land)
(3)    E-Mail-Adresse
(4)    IP-Adresse
(5)    Bankdaten (IBAN);
(6)    Spendendaten (Spendenempfänger, Betrag, Spenden-Verwendungszweck, Spendenquittung gewünscht)
(7)    Bei Spenden über Kreditkarten: Kartentyp, Kartennummer, CVV-/CVC Prüfnummer, Gültigkeitszeitraum der Kreditkarte


(3) Kategorien betroffener Personen

Die Kategorien der durch die Verarbeitung betroffenen Personen umfassen: Spender (Verfügungsberechtigte von spendenden Unternehmen oder natürliche Personen)


3. Technisch-organisatorische Maßnahmen

(1) Der Auftragnehmer hat die Umsetzung der im Vorfeld der Auftragsvergabe dargelegten und erforderlichen technischen und organisatorischen Maßnahmen vor Beginn der Verarbeitung, insbesondere hinsichtlich der konkreten Auftragsdurchführung zu dokumentieren und dem Auftraggeber zur Prüfung zu übergeben. Bei Akzeptanz durch den Auftraggeber werden die dokumentierten Maßnahmen Grundlage des Auftrags. Soweit die Prüfung/ein Audit des Auftraggebers einen Anpassungsbedarf ergibt, ist dieser einvernehmlich umzusetzen.

(2) Der Auftragnehmer hat die Sicherheit gern. Art. 28 Abs. 3 lit. c, 32 DS-GVO insbesondere in Verbindung mit Art. 5 Abs. 1, Abs. 2 DS-GVO herzustellen. Insgesamt handelt es sich bei den zu treffenden Maßnahmen um Maßnahmen der Datensicherheit und zur Gewährleistung eines dem Risiko angemessenen Schutzniveaus hinsichtlich der Vertraulichkeit, der Integrität, der Verfügbarkeit sowie der Belastbarkeit der Systeme. Dabei sind der Stand der Technik, die Implementierungskosten und die Art, der Umfang und die Zwecke der Verarbeitung sowie die unterschiedliche Eintrittswahrscheinlichkeit und Schwere des Risikos für die Rechte und Freiheiten natürlicher Personen im Sinne von Art. 32 Abs. 1 DS-GVO zu berücksichtigen [Einzelheiten in Anlage 1].

(3) Die technischen und organisatorischen Maßnahmen unterliegen dem technischen Fortschritt und der Weiterentwicklung. Insoweit ist es dem Auftragnehmer gestattet, alternative adäquate Maßnahmen umzusetzen. Dabei darf das Sicherheitsniveau der festgelegten Maßnahmen nicht unterschritten werden. Wesentliche Änderungen sind zu dokumentieren.



4. Berichtigung, Einschränkung und Löschung von Daten

(1) Der Auftragnehmer darf die Daten, die im Auftrag verarbeitet werden, nicht eigenmächtig sondern nur nach dokumentierter Weisung des Auftraggebers berichtigen, löschen oder deren Verarbeitung einschränken. Soweit eine betroffene Person sich diesbezüglich unmittelbar an den Auftragnehmer wendet, wird der Auftragnehmer dieses Ersuchen unverzüglich an den Auftraggeber weiterleiten.

(2) Soweit vom Leistungsumfang umfasst, sind Löschkonzept, Recht auf Vergessenwerden, Berichtigung, Datenportabilität und Auskunft nach dokumentierter Weisung des Auftraggebers unmittelbar durch den Auftragnehmer sicherzustellen.



5. Qualitätssicherung und sonstige Pflichten des Auftragnehmers

Der Auftragnehmer hat zusätzlich zu der Einhaltung der Regelungen dieses Auftrags gesetzliche Pflichten gemäß Art. 28 bis 33 DS-GVO; insofern gewährleistet er insbesondere die Einhaitung folgender Vorgaben:

a) Schriftliche Bestellung eines Datenschutzbeauftragten, der seine Tätigkeit gemäß Art. 38 und 39 DS-GVO ausübt. Als Datenschutzbeauftragte(r) ist beim Auftragnehmer Herr Markus Wahlen, Justiziariat, Konrad-Adenauer-Ufer 85, 50668 Köln, Telefon: +49 221 97356-147, E-Mail: m.wahlen@sozialbank.de, bestellt. Ein Wechsel des Datenschutzbeauftragten ist dem Auftraggeber mitzuteilen.

b) Die Wahrung der Vertraulichkeit gemäß Art. 28 Abs. 3 S. 2 lit. b, 29, 32 Abs. 4 DS-GVO. Der Auftragnehmer setzt bei der Durchführung der Arbeiten nur Beschäftigte ein, die auf die Vertraulichkeit verpflichtet und zuvor mit den für sie relevanten Bestimmungen zum Datenschutz vertraut gemacht wurden. Der Auftragnehmer und jede dem Auftragnehmer unterstellte Person, die Zugang zu personenbezogenen Daten hat, dürfen diese Daten ausschließlich entsprechend der Weisung des Auftraggebers verarbeiten einschließlich der in diesem Vertrag eingeräumten Befugnisse, es sei denn, dass sie gesetzlich zur Verarbeitung verpflichtet sind.

c) Die Umsetzung und Einhaltung aller für diesen Auftrag erforderlichen technischen und organisatorischen Maßnahmen gemäß Art. 28 Abs. 3 S. 2 lit. c, 32 DS-GVO [Einzelheiten in Anlage 1],

d) Der Auftraggeber und der Auftragnehmer arbeiten auf Anfrage mit der Aufsichtsbehörde bei der Erfüllung ihrer Aufgaben zusammen.

e) Die unverzügliche Information des Auftraggebers über Kontrollhandlungen und Maßnahmen der Aufsichtsbehörde, soweit sie sich auf diesen Auftrag beziehen. Dies gilt auch, soweit eine zuständige Behörde im Rahmen eines Ordnungswidrigkeits- oder Strafverfahrens in Bezug auf die Verarbeitung personenbezogener Daten bei der Auftragsverarbeitung beim Auftragnehmer ermittelt.

f) Soweit der Auftraggeber seinerseits einer Kontrolle der Aufsichtsbehörde, einem Ordnungswidrigkeits- oder Strafverfahren, dem Haftungsanspruch einer betroffenen Person oder eines Dritten oder einem anderen Anspruch im Zusammenhang mit der Auftragsverarbeitung beim Auftragnehmer ausgesetzt ist, hat ihn der Auftragnehmer nach besten Kräften zu unterstützen. Dem Auftragnehmer steht dafür ein angemessenes Entgelt zu.

g) Der Auftragnehmer kontrolliert regelmäßig die internen Prozesse sowie die technischen und organisatorischen Maßnahmen, um zu gewährleisten, dass die Verarbeitung in seinem Verantwortungsbereich im Einklang mit den Anforderungen des geltenden Datenschutzrechts erfolgt und der Schutz der Rechte der betroffenen Person gewährleistet wird.

h) Nachweisbarkeit der getroffenen technischen und organisatorischen Maßnahmen gegenüber dem Auftraggeber im Rahmen seiner Kontrollbefugnisse nach Ziffer 7 dieses Vertrages.



6. Unterauftragsverhältnisse

(1) Als Unterauftragsverhältnisse im Sinne dieser Regelung sind solche Dienstleistungen zu verstehen, die sich unmittelbar auf die Erbringung der Hauptleistung beziehen. Nicht hierzu gehören Nebenleistungen, die der Auftragnehmer z.B. als Telekommunikationsleistungen, Post-/Transportdienstleistungen, Wartung und Benutzerservice oder die Entsorgung von Datenträgern sowie sonstige Maßnahmen zur Sicherstellung der Vertraulichkeit, Verfügbarkeit, Integrität und Belastbarkeit der Hard- und Software von Datenverarbeitungsanlagen in Anspruch nimmt. Der Auftragnehmer ist jedoch verpflichtet, zur Gewährleistung des Datenschutzes und der Datensicherheit der Daten des Auftraggebers auch bei ausgelagerten Nebenleistungen angemessene und gesetzeskonforme vertragliche Vereinbarungen sowie Kontrollmaßnahmen zu ergreifen.

(2) Der Auftraggeber stimmt der Beauftragung der nachfolgenden Unterauftragnehmer zu unter der Bedingung einer vertraglichen Vereinbarung nach Maßgabe des Art. 28 Abs. 2-4 DS-GVO:


Firma, Unterauftragnehmer | Anschrift/Land | Leistung

Kasse 9 interaktiv e.K. | Bewerungestraße 30, 45276 Essen | Hosting (Verwaltung der Server, Datenbank und Applikation)

PlusServer GmbH | Weiserstraße 14, 51149 Köln | Rechenzentrenprovider (Sicherheit, Bandbreite, Infrastruktur)

Think Beyond UG | Waldweg 5, 40668 Meerbusch | Technischer Support und Abwicklung

Wirecard AG | Einsteinring 35, 85609 Aschheim | Abwicklung des Kreditkarten- Zahlungsflusses

GiroSolution GmbH | Hauptstraße 27, 88699 Frickingen | Abwicklung des Zahlungsflusses über giropay

PayPal (Europe) S.a r.l. et Cie, S.C.A. | 22-24 Boulevard Royal, L-2449 Luxembourg | Abwicklung des Zahlungsflusses über PayPal

paydirekt GmbH | Hamburger Allee 26-28, 60486 Frankfurt a. M. | Abwicklung des Zahlungsflusses über paydirekt


Darüber hinaus darf der Auftragnehmer Unterauftragnehmer (weitere Auftragsverarbeiter) beauftragen und Wechsel der bestehenden Unterauftragnehmer vornehmen, soweit:

-    der Auftragnehmer eine solche Auslagerung auf Unterauftragnehmer dem Auftraggeber eine angemessene Zeit vorab schriftlich oder in Textform anzeigt und

-    der Auftraggeber nicht bis zum Zeitpunkt der Übergabe der Daten gegenüber dem Auftragnehmer schriftlich oder in Textform Einspruch gegen die geplante Auslagerung erhebt und
-    eine vertragliche Vereinbarung nach Maßgabe des Art. 28 Abs. 2-4 DS-GVO zugrunde gelegt wird.



(3) Die Weitergabe von personenbezogenen Daten des Auftraggebers an den Unterauftragnehmer und dessen erstmaliges Tätigwerden sind erst mit Vorliegen aller Voraussetzungen für eine Unterbeauftragung gestattet.

(4) Erbringt der Unterauftragnehmer die vereinbarte Leistung außerhalb der EU/des EWR stellt der Auftragnehmer die datenschutzrechtliche Zulässigkeit durch entsprechende Maßnahmen sicher. Gleiches gilt, wenn Dienstleister im Sinne von Abs. 1 Satz 2 eingesetzt werden sollen.

(5) Eine weitere Auslagerung durch den Unterauftragnehmer bedarf der ausdrücklichen Zustimmung des Hauptauftraggebers (mind. Textform): sämtliche vertraglichen Regelungen in der Vertragskette sind auch dem weiteren Unterauftragnehmer aufzuerlegen.



7. Kontrollrechte des Auftraggebers

(1) Der Auftraggeber hat das Recht, im Benehmen mit dem Auftragnehmer Überprüfungen durchzuführen oder durch im Einzelfall zu benennende Prüfer durchführen zu lassen. Er hat das Recht, sich durch Stichprobenkontrollen, die in der Regel rechtzeitig anzumelden sind, von der Einhaltung dieser Vereinbarung durch den Auftragnehmer in dessen Geschäftsbetrieb zu überzeugen.

(2) Der Auftragnehmer stellt sicher, dass sich der Auftraggeber von der Einhaltung der Pflichten des Auftragnehmers nach Art. 28 DS-GVO überzeugen kann. Der Auftragnehmer verpflichtet sich, dem Auftraggeber auf Anforderung die erforderlichen Auskünfte zu erteilen und insbesondere die Umsetzung der technischen und organisatorischen Maßnahmen nachzuweisen.

(3) Der Nachweis solcher Maßnahmen, die nicht nur den konkreten Auftrag betreffen, kann erfolgen durch

-    die Einhaltung genehmigter Verhaltensregeln gemäß Art. 40 DS-GVO;

-    die Zertifizierung nach einem genehmigten Zertifizierungsverfahren gemäß Art. 42 DS-GVO; - aktuelle Testate, Berichte oder Berichtsauszüge unabhängiger Instanzen (z.B. Wirtschaftsprüfer, Revision, Datenschutzbeauftragter, IT-Sicherheitsabteilung, Datenschutzauditoren, Qualitätsauditoren);

-    eine geeignete Zertifizierung durch IT-Sicherheits- oder Datenschutzaudit (z.B. nach BSI-Grundschutz).

(4) Für die Ermöglichung von Kontrollen durch den Auftraggeber kann der Auftragnehmer einen angemessenen Vergütungsanspruch geltend machen.


8. Mitteilung bei Verstößen des Auftragnehmers

Der Auftragnehmer unterstützt den Auftraggeber bei der Einhaltung der in den Artikeln 32 bis 36 der DS- GVO genannten Pflichten zur Sicherheit personenbezogener Daten, Meldepflichten bei Datenpannen, Datenschutz-Folgeabschätzungen und vorherige Konsultationen. Hierzu gehören u.a.

a) die Sicherstellung eines angemessenen Schutzniveaus durch technische und organisatorische Maßnahmen, die die Umstände und Zwecke der Verarbeitung sowie die prognostizierte Wahrscheinlichkeit und Schwere einer möglichen Rechtsverletzung durch Sicherheitslücken berücksichtigen und eine sofortige Feststellung von relevanten Verletzungsereignissen ermöglichen

b) die Verpflichtung, Verletzungen personenbezogener Daten unverzüglich an den Auftraggeber zu meiden

c) die Verpflichtung, dem Auftraggeber im Rahmen seiner Informationspflicht gegenüber dem Betroffenen zu unterstützen und ihm in diesem Zusammenhang sämtliche relevante Informationen unverzüglich zur Verfügung zu stellen

d) die Unterstützung des Auftraggebers für dessen Datenschutz-Folgenabschätzung

e) die Unterstützung des Auftraggebers im Rahmen vorheriger Konsultationen mit der Aufsichtsbehörde


9. Weisungsbefugnis des Auftraggebers

(1) Mündliche Weisungen bestätigt der Auftraggeber unverzüglich (mind. Textform).

(2) Der Auftragnehmer hat den Auftraggeber zu informieren, wenn er der Meinung ist, eine Weisung verstoße gegen Datenschutzvorschriften. Der Auftragnehmer ist berechtigt, die Durchführung der entsprechenden Weisung solange auszusetzen, bis sie durch den Auftraggeber bestätigt oder geändert wird.


10. Löschung und Rückgabe von personenbezogenen Daten

(1) Kopien oder Duplikate der Daten werden ohne Wissen des Auftraggebers nicht erstellt. Hiervon ausgenommen sind Sicherheitskopien, soweit sie zur Gewährleistung einer ordnungsgemäßen Datenverarbeitung erforderlich sind, sowie Daten, die im Hinblick auf die Einhaltung gesetzlicher Aufbewahrungspflichten erforderlich sind.

(2) Nach Abschluss der vertraglich vereinbarten Arbeiten oder früher nach Aufforderung durch den Auftraggeber - spätestens mit Beendigung der Leistungsvereinbarung - hat der Auftragnehmer sämtliche in seinen Besitz gelangten Unterlagen, erstellte Verarbeitungs- und Nutzungsergebnisse sowie Datenbestände, die im Zusammenhang mit dem Auftragsverhältnis stehen, dem Auftraggeber auszuhändigen oder nach vorheriger Zustimmung datenschutzgerecht zu vernichten. Gleiches gilt für Test- und Ausschussmaterial. Das Protokoll der Löschung ist auf Anforderung vorzulegen. Dem Auftragnehmer steht dafür ein angemessenes Entgelt zu.

(3) Dokumentationen, die dem Nachweis der auftrags- und ordnungsgemäßen Datenverarbeitung dienen, sind durch den Auftragnehmer entsprechend der jeweiligen Aufbewahrungsfristen über das Vertragsende hinaus aufzubewahren. Er kann sie zu seiner Entlastung bei Vertragsende dem Auftraggeber übergeben.


11. Haftung und Freistellung

(1) Für den Ersatz von Schäden, die ein Betroffener wegen einer nach den Datenschutzgesetzen unzulässigen oder unrichtigen Datenverarbeitung oder Nutzung im Rahmen der Auftragsverarbeitung erleidet, ist im Innenverhältnis zum Auftragnehmer alleine der Auftraggeber gegenüber dem Betroffenen verantwortlich.

(2) Die Parteien steilen sich jeweils von der Haftung frei, wenn eine Partei nachweist, dass sie in keinerlei Hinsicht für den Umstand, durch den der Schaden bei einem Betroffenen eingetreten ist, verantwortlich ist.

(3) Die in der Leistungsvereinbarung vereinbarten Haftungsausschlüsse und Haftungsbegrenzungen finden auf alle Schadensersatz-, Aufwendungsersatz und Freistellungsansprüche aus oder im Zusammenhang mit diesem Vertrag Anwendung.


12. Sonstiges

(1) Es gilt deutsches Recht.

(2) Erfüllungsort und ausschließlicher Gerichtsstand ist Köln, Deutschland.

(3} Sollten einzelne Teile dieser Vereinbarung unwirksam sein, so berührt dies die Wirksamkeit der Vereinbarung im Übrigen nicht. Anstelle der unwirksamen Bestimmung soll vielmehr eine solche wirksame Regelung gelten, die dem wirtschaftlichen Willen der Vertragsparteien bei Vertragsabschluss am nächsten kommt.

(4) Änderungen und Ergänzungen dieser Vereinbarung und aller ihrer Bestandteile bedürfen einer schriftlichen Vereinbarung und des ausdrücklichen Hinweises darauf, dass es sich um eine Änderung bzw. Ergänzung dieser Vereinbarung handelt. Dies gilt auch für den Verzicht auf das Formerfordernis.



Anlage 1 – Technisch-organisatorische Maßnahmen

1. Zutrittskontrolle

Maßnahmen, damit Unbefugten der Zutritt zu den Datenverarbeitungsanlagen verwehrt wird, mit denen personenbezogene Daten verarbeitet werden:

‣    Zutrittskontrollsystem zum Gebäude mit Ausweisleser für Mitarbeiter der Bank • kein unbegleiteter Besuch im Haus erlaubt • Pförtner bzw. Wachdienst vorhanden

‣    Serverräume durch elektronische Zutrittskontrolle gesichert • Zutritt Serverräume wird protokolliert

2. Zugangskontrolle

Maßnahmen, die verhindern, dass Unbefugte die Datenverarbeitungsanlagen und -verfahren benutzen:

‣    Kennwortpolicy mit Mindestiänge, Zeichen und erzwungenem regelmäßigen Wechsel des Kennworts

‣    Automatische Sperrung bei Inaktivität aktiv

‣    nur Einrichtung eines login pro User, keine Gruppenuser

3. Zugriffskontrolle

Maßnahmen, die gewährleisten, dass die zur Benutzung der Datenverarbeitungsverfahren Befugten ausschließlich auf die ihrer Zugriffsberechtigung unterliegenden personenbezogenen Daten zugreifen können:

•    Rollenbasiertes Zugriffskonzept vorhanden

•    Richtlinie zum Entzug von nicht mehr benötigten Berechtigungen vorhanden • Kritische Berechtigungen werden regelmäßig überprüft

•    Policy zur Verwendung von externen Datenträgern vorhanden • generelle Sperrung der Wechseldatenträgerlaufwerke

•    Datenträger werden im Zahlungsverkehr nicht verwendet

4. Weitergabekontrolle

Maßnahmen, die gewährleisten, dass personenbezogene Daten bei der elektronischen Übertragung oder während ihres Transports oder ihrer Speicherung auf Datenträger nicht unbefugt gelesen, kopiert, verändert oder entfernt werden können, und dass überprüft und festgestellt werden kann, an welche Stellen eine Übermittlung personenbezogener Daten durch Einrichtungen zur Datenübertragung vorgesehen ist:

‣    Verschlüsselter Email-Versand

‣    die Datenübertragung der Zahlungsinformationen erfolgt gesichert über ein Omikron Tool

‣    (MC-Transfer) und unterliegt den banküblichen Sicherheitsrichtlinien

‣    Transportsicherung ist nicht relevant, da keine Datenträger verwendet werden

5. Eingabekontrolle

Maßnahmen, die gewährleisten, dass nachträglich überprüft und festgestellt werden kann, ob und von wem personenbezogene Daten in DV-Systeme eingegeben, verändert oder entfernt worden sind:

‣    •SAP-Systeme vorhanden, gesetzliche Aufbewahrungsfrist 10 Jahre

‣    Daten sind im Archivsystem gespeichert, Änderungsprotokollierung ist aktiv


6. Auftragskontrolle

Maßnahmen, die gewährleisten, dass die Auftragsdatenverarbeitung weisungsgemäß erfolgt:

• Eindeutige Vertragsgestaltung, Abgrenzung der Verantwortlichkeiten zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer und Festlegung der durchzuführenden Kontrollmaßnahmen

•    Auftragserteilung erfolgt (noch nicht) per Standardformular

•    Eindeutige Erteilung von Weisungen in schriftlicher Form

•    der Einsatz von Unterauftragnehmern ist geregelt

•    Möglichkeiten zur Kontrolle der Vertragsausführung sind gegeben


7. Verfügbarkeitskontrolle

Maßnahmen, die gewährleisten, dass personenbezogene Daten gegen zufällige Zerstörung oder Verlust geschützt sind:

‣    tägliches Backup auf Band

‣    Redundante IT-Systeme auf zwei getrennte RZ-Räume verteilt

‣    Ausweich-RZ (cold standby) vorhanden

‣    Zentrale Unterbrechungsfreie Stromversorgung (USV) und Netzersatzanlage (NEA) vorhanden

‣    Getrennte Aufbewahrung der Backups

‣    Virenschutz / Firewall vorhanden

‣    Notfallplan ist vorhanden und wird regelmäßig getestet


8. Trennungskontrolle

Maßnahmen, die gewährleisten, dass zu unterschiedlichen Zwecken erhobene Daten getrennt verarbeitet werden können:

•    Physikalische Trennung zwischen Produktions-/Test- und Entwicklungsumgebung

•    Verarbeitung der Daten nach Zweckbestimmung



Anlaqe 2 – Beschreibung BFS-Net.Tooi XXL

Das BFS-Net.Tool XXL ist ein Universal-Fundraising-Instrument für das Internet. Die Kernfunktion des BFS-Net.Tools XXL besteht darin, dass der Auftraggeber auf seiner Homepage über ein Spendenformular Spenden generieren kann, die Spenderdaten systemisch von der Website abgerufen werden, die Zahlungsaufträge ausgeführt und automatisch dem angeschlossenen Konto gutgeschrieben werden.

Der Auftragnehmer stellt folgende Leistungen zur Verfügung:

(1)    Bereitstellung eines personalisierten Zugangs zur Erstellung des Online- Spendenformulars nach Ihren Vorgaben.

(2)    Individuelle Anpassungsmöglichkeiten an das Corporate Design sowie Einbindung von Bildern, Logos und Verwendungs-/Spendenzwecken bzw. Projekten

(3)    Bereitstellung des Formulars in den Sprachen: Deutsch, Englisch, Französisch

(4)    Bereitstellung des SEPA Lastschrifteinzugs und Buchung der Spendengelder auf einem bei der Bank für Sozialwirtschaft AG geführten Konto

(5)    Vermittlung von weiteren (kostenpflichtigen) Bezahlverfahren: Kreditkarte, Giropay, PayPal, SMS Spenden

(6)    Nutzung von Spendenbutton

(7)    Erstellung von Spendenbarometern (Widgets)

(8)    Möglichkeit der Aufnahme im BFS-Spendenportal

(9)    Datenexport zur Weiterverarbeitung der Spenderdaten

(10)    Dankes-E-Mail an den Spender

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