Atomwaffen abschaffen

Noch immer wird die Menschheit von fast 15.000 Atomsprengköpfen bedroht – ein Potenzial, mit dem sich die Erde gleich mehrfach zerstören lässt. Die meisten heutigen Atomwaffen besitzen dabei weit mehr Sprengkraft als die Hiroshima-Bombe, die 80.000 Tote forderte – auch die in Deutschland gelagerten US-Atomwaffen.

Wie sieht die atomare Bedrohung heute aus?

Über 90 Prozent der weltweiten Atomsprengköpfe befinden sich in den Arsenalen der USA und Russlands. Daneben besitzen auch Großbritannien, Frankreich, China, Indien, Pakistan, Israel und Nordkorea Atomwaffen. In Deutschland sind etwa 20 US-Atomwaffen im Fliegerhorst Büchel in Rheinland-Pfalz stationiert – aufgrund der atomaren Teilhabe werden auch Piloten der Bundeswehr für den Abwurf der modernen B61-Bomben ausgebildet.

Weltweit sind etwa 1.800 Atomwaffen dauerhaft in Alarmbereitschaft und innerhalb weniger Minuten startklar. Interkontinentalraketen mit mehrfacher Überschallgeschwindigkeit machen es möglich, in kürzester Zeit jeden Punkt der Erde anzugreifen. Dabei wäre nicht nur die direkte Atomexplosion verheerend, sondern auch die Folgen – effektive humanitäre Hilfe wäre unmöglich: Krankenhäuser, Verkehrs- und Kommunikationssysteme sowie Stromversorgung wären zum Großteil nicht mehr vorhanden und die getroffene Region radioaktiv verstrahlt. Die sogenannte Weltuntergangsuhr wurde Ende Januar 2018 auf zwei Minuten vor Zwölf vorgestellt. Seit dem zweiten Weltkrieg war die atomare Gefahr nie größer!

Was wird heute gegen Atomwaffen unternommen?

Die Arbeit für eine atomwaffenfreie Welt findet heute auf vielen Ebenen statt. Die Mehrheit der internationalen Staatengemeinschaft hat im Juli 2017 einen Vertrag für ein weltweites Verbot von Atomwaffen aus humanitären Gründen beschlossen. Das Engagement der internationalen Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen ICAN wurde im Dezember 2017 mit dem Friedensnobelpreis gewürdigt. Wir sind Teil der fast 500 ICAN-Partner! Die Atommächte bzw. Teilhaberstaaten wie Deutschland stellen sich aber weiterhin quer und blockieren konkrete internationale Beschlüsse für eine atomwaffenfreie Welt. Gemeinsam mit anderen Friedensgruppen erhöhen wir den Druck auf die Politiker stetig, mit dezentralen Aktionen, Lobbying und immer wachsenden Protesten vor dem Fliegerhorst Büchel protestiert. Die Forderungen von Kampagnen wie „Büchel ist überall – atomwaffenfrei.jetzt“ sind dabei:

  • Stopp der nuklearen Aufrüstung in Deutschland
  • Abzug aller Atomwaffen aus Deutschland
  • Ein Verbot aller Atomwaffen weltweit

Neben „klassischen“ Demonstrationen und Kundgebungen wird der Fliegerhorst auch immer wieder durch Blockaden von Aktivistinnen und Aktivisten lahmgelegt. Weitere Aktionen finden bundesweit häufig am Hiroshima-Gedenktag – dem 6. August – statt.

 

Was kannst du tun?

Aktive aus der DFG-VK sind in der Kampagne „Büchel ist überall – atomwaffenfrei.jetzt“ aktiv – www.atomwaffenfrei.de. Wenn du nach Aktiven vor Ort suchst oder weitere Fragen zum Thema suchst, schreib uns! Wir helfen dir gerne weiter: office@dfg-vk.de

Denn du bist nicht allein gegen Atomwaffen: Eine überwältigende Mehrheit von 85 Prozent der Bundesbürgerinnen und Bürger ist für einen Abzug der in Deutschland stationierten US-Atomwaffen. 93 Prozent befürworten nach der Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa vom Frühjahr 2016, dass Atomwaffen, ähnlich wie Chemie- und Biowaffen, völkerrechtlich verboten werden sollen.

 

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weiterführende Links zu externen Seiten

www.atomwaffenfrei.de

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