Online-Version des Artikels aus der ZivilCourage

Titel

Stimme der Jugend gegen Atomwaffen

DFG-VK schickt Jugenddelegation zu den Vereinten Nationen in New York City

Von Kathi Müller

 

Stichwort: NPT PrepCom

Vorbereitender Ausschuss für die Atomwaffensperrvertrags-Überprüfungskonferenz

Deutsche Übersetzung von: Preparatory Committee (-Meeting) for the Review Conference to the Treaty of the Non-Profileration of Nuclear Weapons

 

18 junge Menschen aus Deutschland konnten in diesem Jahr an der NPT PrepCom bei den Vereinten Nationen in New York teilnehmen. 14 Teilnehmer*innen konnten durch die Friedensgesellschaft, ihre Unterstützer*innen und Mitglieder, Landesverbände und Ortsgruppen und die Bertha-von-Suttner-Stiftung der DFG-VK finanziert werden.

Für die jungen Delegierten war die Teilnahme an der NPT PrepCom eine außergewöhnliche Chance ihre Ideen von einer friedlicheren Welt in politisches Engagement umzusetzen. Genau das sollte der Anspruch unserer Organisation sein.

Denn wie erreichen unsere Botschaften einen jungen Menschen und wie schaffen wir es, dass eine nachhaltige Verbindung zwischen dieser Person und unserer Organisation entsteht? Das ist eine wesentliche Frage, die sich unser Verband in den letzten Jahren noch nicht ansatzweise genug gestellt hat. Die Jugenddelegation ist eine Antwort darauf.

Ein solches Projekt ist keine Einbahnstraße. Auch der Friedensgesellschaft hat es neue Wege eröffnet. Junge, engagierte Menschen haben unsere Organisation bei den Vereinten Nationen vertreten und gezeigt, dass es uns gibt und was wir fordern - und wir wurden gehört. Nicht nur von den Delegierten auf der NPT PrepCom und den Vertreter*innen des Auswärtigen Amtes. Auch von unseren Mitstreiter*innen anderer Friedensorganisationen aus aller Welt, die gemeinsam mit uns auf der Konferenz für die gleiche Sache gestritten haben und mit denen wir uns vernetzen konnten.

 

An die Menschen, die an Sinn und Mehrwert eines solchen Projektes zweifeln, stelle ich folgende Frage:

Wie viel Druck können wir machen, wenn wir uns nicht auch dort in die Diskussion einmischen, wo am Ende die wichtigen Verträge unterschrieben werden? Warum sollen wir nicht zeigen, dass wir, neben direkten Aktionen und zivilem Ungehorsam, auch anders Widerstand leisten können?

Die Geschichte hat immer wieder gezeigt, dass bei erfolgreichem Widerstand Aktion und Dialog Hand in Hand gehen.

Durch das Projekt „Jugenddelegation“ hat die DFG-VK neue Mitglieder gewonnen, die sich dauerhaft in der Organisation für Frieden engagieren. Die internationale Vernetzung schafft Möglichkeiten für weitere tolle Projekte, die unseren Verband für junge Menschen attraktiver machen und dazu führen, dass sich junge Menschen auch in Zukunft mit unglaublichem Ehrgeiz, Unermüdlichkeit und Freude für Frieden einsetzen. So wie es unsere Gruppe eine Woche lang bei den Vereinten Nationen in New York getan hat.

 

Kathi Müller ist Mitglied im DFG-VK-BundessprecherInnenkreis und hat die Jugenddelegation geleitet.

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