Online-Version des Artikels aus der ZivilCourage

Editorial

Liebe Leserin, lieber Leser,

natürlich ist auch die DFG-VK von den Auswirkungen der Corona-Pandemie betroffen. Die letzte Sitzung des Bundesausschusses, des höchsten Verbandsgremiums zwischen den Bundeskongressen, die für Ende März geplant war, musste ausfallen. Die nächste Sitzung Anfang Juli wird erstmals digital per Videokonferenz stattfinden.

Und auch bei fast allen Artikeln in dieser Ausgabe spielt „Corona“ eine Rolle. Das Titelthema „DFG-VK-Arbeit in Pandemie-Zeiten“ sammelt Stimmen quer aus unserer Organisation – als Beginn einer nötigen Diskussion. Denn „Corona“ hat das Leben von uns allen verändert. Und auch, wenn die meisten Einschränkungen nach und nach gelockert werden, weiß noch niemand, wie lange das Virus uns beschäftigen wird.

Dass ein solches Ereignis mit weltweit Millionen Infizierten und Hunderttausenden Toten tiefe Verunsicherung schafft, ist eigentlich klar. Leider bietet diese viel Raum für „Rattenfänger“, Verschwörungsgläubige und Krisengewinnler. Plötzlich entdecken Leute, die sich dafür jahrzehntelang nicht interessiert haben, die Grundrechte und veranstalten dafür Demonstrationen, bei denen Rassisten, Nazis und Aluhut-träger gegen eine angebliche Merkel-Diktatur fröhlich mitmachen.

Es gibt kein Menschenrecht auf Urlaub, aber z.B. das Recht auf ordentliche Gesundheitsversorgung und gute Arbeitsbedingungen sowie die angemessene Bezahlung für die im Gesundheitssystem Beschäftigten. Die Ausgaben für den „wahnwitzigen Rüstungswettlauf“, die der SPD-Fraktionsvorsitzende Rolf Mützenich zu Recht in Frage stellt, sind eines unserer Grundprobleme, die wir lösen müssen.
Dass neben virtuellen auch reale Demonstrationen für richtige Ziele möglich sind, haben die DFG-VK-Freunde aus Schleswig-Holstein in den letzten Wochen mehrfach bewiesen, z.B. mit einer Demo nach Jagel. Nehmen wir uns ein Beispiel daran.

Übrigens: Eine Möglichkeit, unser großes Ziel „Frieden schaffen ohne Waffen“ in die Öffentlichkeit zu tragen, ist die Verwendung der neuen DFG-VK-Mund-Nasen-Bedeckung. Natürlich ist jede Gesichtsmaske störend. Wenn ein solcher Schutz aber beim Einkaufen oder in Bus und Bahn ohnehin verpflichtend ist, warum dann nicht die DFG-VK-Maske? Quasi die tägliche Klein-Demo für den Frieden. Für 8 Euro erhältlich im DFG-VK-Shop (shop.dfg-vk.de).
Viele Grüße und bleibt gesund!

P.S. Leider wurde ein fest zugesagter Artikel nicht geliefert, weshalb im letzten Augenblick die Heftstruktur geändert werden musste. Der fertige Beitrag „Krankenhäuser statt Bundeswehr“ über Adbusting-Aktionen in Berlin kann deshalb nicht im gedruckten Heft erscheinen. In der Online-Version unter www.dfg-vk.de/verbandszeitung ist er aber enthalten.

 

 

Stefan Philipp
Chefredakteur der ZivilCourage

Facebook E-Mail YouTube Twitter Instagram