Online-Version des Artikels aus der ZivilCourage

Friedensnobelpreis in der Hand

 

Von Roland Blach

Nach über 20 Jahren Engagement konnte ich zum ersten Mal bei einer Delegationsreise zu den Vereinten Nationen teilnehmen. Es bleiben drei Tage voller vielfältiger Eindrücke und Impulse in Genf.

Angesichts der Sprachlosigkeit zwischen einzelnen Staaten und Staatengemeinschaften, dem aufkommenden Wettrüsten und gleichzeitig der Motivation durch den Vertrag zum Atomwaffenverbot ist jetzt die Zivilgesellschaft in hohem Maße gefragt. Eine Schlüsselrolle kommt dabei der Zusammenarbeit der über 7 000 Mayors for Peace weltweit und der Friedensbewegung zu, auch durch die Stärkung von Partnerschaften. Und zur Überwindung der atomaren Abschreckung braucht es eine große weltweite Offensive der Friedensbildung.

Höhepunkt der Zeit in Genf war der Besuch des Ican-Büros im Weltkirchenrat. Ican-Fotograf Ralf Schlesener ermutigte mich nach der Auftaktmahnwache am Place de Nations, spontan mitzukommen, weil die Nobelpreismedaille in diesen Tagen für Fotozwecke aus dem Safe geholt sei. Und so hatte ich das Vergnügen und die Ehre, demütig und dankbar diese Auszeichnung stellvertretend für alle MitstreiterInnen in der Kampagne „Büchel ist überall! atomwaffenfrei.jetzt“ und der DFG-VK in Händen halten zu dürfen. Ein überaus bewegender Moment.

 

Roland Blach ist der Vertreter der DFG-VK bei der Kampagne „Büchel ist überall! atomwaffenfrei.jetzt“ und Geschäftsführer des baden-württembergischen DFG-VK-Landesverbands.

 

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