Online-Version des Artikels aus der ZivilCourage

Frieden fördern, Steuern sparen

Informationen der Bertha-von-Suttner-Stiftung der DFG-VK

Von H. Heinrich Häberlein

Im Jahr 2017 konnten wir uns erneut über eine große Anzahl an Spenden freuen! Viele Friedensfreund*innen sind auchder Aufforderung der DFG-VK gefolgt, die Friedensar-beit der gemeinnützigen Bertha-von-Suttner-Stiftung durch Spenden zu unterstützen. Für alle Spenden bedanken wir uns herzlich! Wir freuen uns darüber, dass die Arbeit der Stiftung gegen Krieg und Militär und für eine zivile Alternative der Konfliktbearbeitung entsprechend dem Stiftungszweck „Förderung von Wissenschaft und Kultur ... Erforschung und Überwindung von Kriegsursachen sowie mit Formen gewaltfreier Konfliktlösung“ bei so vielen Menschen Anklang gefunden hat.

Wie bekannt, war und ist es nicht Aufgabe der Stiftung, kurzfristig „Aktionen“ der DFG-VK oder der Friedensbewegung zu finanzieren, sondern die inhaltlichen Argumente für Aktivitäten zu liefern.

 

Das Symposium „Zukunft des politischen Pazifismus“im Januar 2017 in Frankfurt war eine erste eigenständige Stiftungsveranstaltung. Vom historischen Rückblick auf die Visionen unserer Namensgeberin über aktuelle Anforderungen an den Pazifismus bis zur handlungsorientierten Darstellung gewaltfreier Aktionen wurde ein breites Programm geboten, dass bei den mehr als 120 Teilnehmer*innen auf große Zustimmung stieß. Die einzelnen Referate und Vorträge sind als Video oder PDF-Datei anzuschauen auf der Homepage des Stiftungsmitglieds DFG-VK-Bildungswerk Hessen: www.dfg-vk-hessen.de/bildungswerk/.Nur durch die aktive Arbeit der Freund*innen des DFG-VK-Landesverbandes Hessen, des Bildungswerkes Hessen und der DFG-VK-Gruppe Frankfurt konnte das Symposium ein Erfolg werden. Dafür bedanke ich mich im Namen des Stiftungsrates noch einmal ganz besonders herzlich!

Der von der Stiftung geförderte Gegenkongress zur Nato-„Sicherheits“-Tagung in München folgte im Februar. Unter dem Motto „Kooperation und zivile Konfliktlösung statt militärische Gewalt“ wurde ein abwechslungsreiches Programm angeboten. Im von der Stiftung unterstützen „Internationalen Forum“ referierten Expert*innen zum Thema „Frieden und Gerechtigkeit gestalten – Nein zum Krieg!“

Im Mai fand in Köln die Tagung „Zivile Lösungen für Syrien“ statt. Dort wurden Wege dargestellt, wie eine Umkehr von der kurzsichtigen, de-struktiven Politik der militärischen Auslandseinsätze hin zu einer konstruktiven, gewaltarmen, auf zivile Konfliktbearbeitung setzende, partnerschaftliche Ausrichtung vonstattengehen kann. Zur Unterstützung der praktischen Friedensarbeit im Land unterstützt die Stiftung immer wieder die Erarbeitung von qualifizierten Hintergrundmaterialien. 2017 wurde so ein Factsheet „Bundeswehr an Schulen“ gefördert, das die DFG-VK zusammen mit der Informationsstelle Militarisierung herausgab. Die durch das Helmut-Michael-Vogel-Bildungswerk Bayern erstellte Faltblattreihe mit friedenspolitischen Hintergrundinformationen wurde ebenfalls durch die Stiftung unterstützt. Themen der Reihe waren u.a. „Krieg – Armut – Diktatur – Flucht“ sowie „Kalter Krieg - Heißer Krieg – Abrüsten“.

Die Stiftung musste aufgrund rechtlicher Vorgaben des Finanzamtes im Stiftungsrecht einige Satzungsänderungen vornehmen. Diese wurden vorbereitet durch eine Arbeits-gruppe, von der die Vorschläge in den Stiftungsrat eingebracht wurde, die dieser mit großer Mehrheit beschloss.

Die ersten von der Stiftung unterstützten Projekte für 2018 sind bereits gelaufen, weitere in Planung. Anfang Februar wurde in München erneut eine internationale Friedenskonferenz als Gegenpol zur diesjährigen „Sicherheitskonferenz“ durchgeführt, zu deren Unterstützern die Bertha-von-Suttner-Stiftung zählte. Für den Herbst ist eine Fachtagung in Nordrhein-Westfalen geplant, die sich mit dem umstrittenen Traditionsverständnis der Bundeswehr und der Kasernen-Benennung nach NS-Militärs wie Rommel auseinandersetzt.

 

2018 begehen wir den 175. Geburtstag von Bertha von Suttner. Aus diesem Anlass hat der Stiftungsrat eine Projektstudie für einen „Bertha-von-Suttner-Schulpreis“ für Schu-len, die den Namen der Friedensnobelpreisträgerin tragen, beschlossen. Dabei ist dort oft gar nicht bekannt, was Suttner eigentlich wollte, nämlich: „Die Waffen nieder – Nie wieder Krieg“! Ein Wettbewerb für diese Schulen um den „Bertha-von-Suttner-Schulpreis“ soll von der Stiftung ausgeschrieben werden mit der Vorgabe, dass die Schule insgesamt oder einzelne Klassen sich in einem umfassenden Jahresprojekt mit dem Leben, den Zielen und dem Wirken Bertha von Suttners auseinandersetzen und ihre literarischen, künstlerischen, musikalischen usw. Projektergebnisse bei der Stiftung einreichen. Der Stiftungsrat hat beschlossen, zur Umsetzung dieser Projektidee eine Arbeitsgruppe einzurichten, zu der insbesondere pädagogische und schulintern versierte Freund*innen gefragt sind. Die praktischen Aufgaben der Mitglieder der Arbeitsgruppe sind Recherchen über Schulen, die den Namen Bertha von Suttner haben, Erarbeitung der Ausschreibung und Einladung an die betreffenden Schulen zum Wettbewerb, Gestaltung von Materialien, Einrichtung einer Jury zur Bewertung der Projektergebnisse usw. Bislang konnte eine solche Arbeitsgruppe (noch) nicht eingerichtet werden. Wer Interesse hat, an diesem Projekt mitzuarbeiten, meldet sich bitte bei der Stiftung. Um für die Schulen attraktive Preise auszuschreiben, benötigt die Stiftung dazu auch viele finanzielle Zuwendungen mit dem Stichwort „Bertha-von-Suttner-Schulpreis“. 

Nur durch die Mithilfe vieler Freundinnen und Freunde kann die Stiftung ihre Projekte umsetzen. Dazu bieten wir verschiedene Möglichkeiten:

Wir freuen uns über jede – auch kleine – Einzelspende auf unser Konto unter dem Stichwort „Frieden 2018“.

Langfristig helfen uns Mitglieder in unserem Förderkreis: Fördermitglied der Bertha-von-Suttner-Stiftung wird, wer regelmäßig (monatlich, quartalsweise oder jährlich) einen festen Betrag per Dauerauftrag oder Lastschrift für unsere Friedensarbeit spendet .

Eine noch weiter reichende Möglichkeit zur Unterstützung der Stiftung ist die steuerbegünstigte Zustiftung. Hierbei verbleibt das Geld im Stiftungsvermögen und kann durch entsprechende Anlage langfristig für die Arbeit genutzt werden. Bei Interesse senden wir gerne Informationen über diese Unterstützungsmöglichkeit zu.

Alle Spenden an die Bertha-von-Suttner-Stiftung sind steuerlich absetzbar, Anfang 2019 senden wir eine Spendenquittung zu!

 

H. Heinrich Häberlein ist Vorsitzender des Stiftungsrates der Bertha-von-Suttner-Stiftung der DFG-VK.

 

Bertha-von-Suttner-Stiftung der DFG-VK

Braunschweiger Straße 22

44145 Dortmund

http://bertha-von-suttner-stiftung.de

Spendenkonto:

Bank für Sozialwirtschaft Köln

Iban: DE65 370 205 000 008 174 607

BIC: BFS WDE 33 XXX

 

Facebook E-Mail YouTube Twitter Instagram