Online-Version des Artikels aus der ZivilCourage

Editorial

Liebe Leserin, lieber Leser,

mein Editorial muss dieses Mal sehr kurz sein, damit der Hinweis auf den Zivilcourage-Preis für Rainer Schmid Platz findet. Die Information darüber erhielt ich kurz vor Redaktionsschluss, als das Heft bereits voll war. Ich gebe aber gerne einen Teil meines Platzes her, freue mich für Rainer Schmid und gratuliere ihm herzlich. Mit ihm erhält diesen Preis ein konsequenter Pazifist, der gerade auch wegen seiner Geradlinigkeit immer wieder Pressionen seiner Kirche ausgesetzt war.

Kurz zum Heft also: Nach wie vor sind Atomwaffen und ein möglicher Krieg, in dem sie eingesetzt werden, die größte Bedrohung für die Menschheit. Es ist deshalb Thomas Carl Schwoerer zuzustimmen, wenn er in seinem Titelstory-Text über pazifistische Friedenspolitik schreibt: „Wie vor 35 Jahren steht das Thema der nuklearen Abrüstung auf der Tagesordnung.“ Falls Trump wirklich aus dem INF-Mittelstreckenraketenvertrag aussteigen sollte und eine neue Runde atomarer Aufrüstung beginnen würde, dann bliebe zu hoffen, dass sich wie vor 35 Jahren eine breite Mehrheit der Bevölkerung und eine starke Friedensbewegung dem drohenden Atomtod entgegenstellt. Welche Bedeutung starke Impulse aus der Zivilgesellschaft für die Frage von Krieg und Frieden hat, wird im Beitrag von Wolfgang Biermann deutlich, der das für wichtige Phasen seit der Kuba-Krise Anfang der 1960er Jahre skizziert.

Viel Freude und Erkenntnisgewinn beim Lesen dieser und der anderen Beiträge in diesem Heft. 

Ich wünsche allen einen guten Start in ein hoffentlich friedliches Jahr 2019 in dem uns gemeinsam Schritte zur Abrüstung gelingen mögen.

Stefan Philipp
Chefredakteur der ZivilCourage

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