Anti-Militarisierung

Die Militarisierung der Außen- und der Innenpolitik sind zwei Seiten einer Kriegsmedaille. Während die Bundeswehr sich immer neue Einsatzgebiete außerhalb der Bundesrepublik ersch(l)ießt, wird auch die Militarisierung im Innern immer weiter vorangetrieben: Die Überwachung der Bevölkerung nimmt zu, die Polizei rüstet auf und die Bundeswehr wird immer häufiger im Inland eingesetzt. Zudem sollen die Menschen auch geistig auf die militaristische Sicherheitspolitik „auf Linie“ gebracht werden – mit Werbung und Propaganda an der Heimatfront. Über all diese Themen berichten wir hier.

Anti-Militarisierung

Bild-Leser sollen zur Bundeswehr

Die Bundeswehr hat nach eigener Darstellung vom 24. Februar 2011 eine dreiphasige Werbekampagne gestartet, um Mannschaftssoldaten zu rekrutieren. Jährlich müssten 16.000 Soldatinnen und Soldaten für den Dienst in der untersten Laufbahn gewonnen werden, davon 12.000 für den Freiwilligen Wehrdienst sowie 4.000 als Soldaten auf Zeit.

In der ersten Phase würden überregional Fernseh- und Radiospots bei Sendern wie Hit-Radio Antenne Niedersachsen, Radio Hamburg, Kabel 1 und ProSieben geschaltet. Ab April setze die zweite Phase ein, in deren Vordergrund "speziell die Mannschaftslaufbahn bei der Bundeswehr" stehe. "Bereits jetzt steht fest, dass die Zeitungen Bild und Bild am Sonntag sowie der Onlineauftritt www.bild.de hier als Medium genutzt werden." Hier folge die Bundeswehr "den Empfehlungen der beauftragten Agentur, die diese Medien aufgrund der Reichweite und der Zielgruppenanalyse vorgeschlagen hat." Von Mai bis Dezember werbe die Bundeswehr in der dritten Phase "regional und über verschiedene Medien für die Tätigkeiten in der Mannschaftslaufbahn sowie konkrete Verwendungsmöglichkeiten im lokalen Umfeld".

Wie Verteidigungsminister Guttenberg im Bundestag feststellte, sei die "Gewinnung von Freiwilligen angesichts der Konkurrenz mit anderen Arbeitgebern um qualifiziertes Personal wahrscheinlich eine der größten Herausforderungen der Gegenwart und der Zukunft". Ein Schwerpunkt hierbei müsse "gerade bei den Laufbahnen der Mannschaften" liegen.

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