Anti-Militarisierung

Die Militarisierung der Außen- und der Innenpolitik sind zwei Seiten einer Kriegsmedaille. Während die Bundeswehr sich immer neue Einsatzgebiete außerhalb der Bundesrepublik ersch(l)ießt, wird auch die Militarisierung im Innern immer weiter vorangetrieben: Die Überwachung der Bevölkerung nimmt zu, die Polizei rüstet auf und die Bundeswehr wird immer häufiger im Inland eingesetzt. Zudem sollen die Menschen auch geistig auf die militaristische Sicherheitspolitik „auf Linie“ gebracht werden – mit Werbung und Propaganda an der Heimatfront. Über all diese Themen berichten wir hier.

Anti-Militarisierung

Gastfreundschaft und Hilfsbereitschaft gegenüber Flüchtlingen muss bleiben

Die Gastfreundschaft und Hilfsbereitschaft gegenüber Flüchtlingen darf nicht einer Fremdenfeindlichkeit und der Gewalt weichen. Dies betonte der Friedensbeauftragte des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland, Renke Brahms. Menschen in Not aufzunehmen und ihnen Hilfe zukommen zu lassen, ist seiner Ansicht nach ein Gebot der Humanität und der christlichen Verantwortung. „Wer vor Gewalt, Krieg und Verfolgung über das Mittelmeer flüchtet, braucht einen Zufluchtsort“, betont Brahms.

Die Ökumenische FriedensDekade, die am 8. November beginnt und unter dem Motto „Grenzerfahrungen“ steht, ist für den EKD-Friedensbeauftragten eine gute Gelegenheit, in den Gemeinden und Kirchen das Flüchtlingsthema in den Blick zu nehmen. „Die Friedensdekade kann so zu dem Ort werden, wo Christinnen und Christen ihre Grenzerfahrungen, gerade auch in der aktuellen Flüchtlingsdiskussion, vor Gott bringen, individuell, aber auch in der Gemeinde“, ist Renke Brahms überzeugt.

In der Ökumenischen FriedensDekade stehen in diesem Jahr die Schicksale von Menschen, die angesichts von Krieg und Gewalt zur Flucht gezwungen sind, im Mittelpunkt von Gottesdiensten, Friedensgebeten und Veranstaltungen. Die Grenzerfahrungen von Flüchtlingen an den europäischen Grenzen sollen dabei der Ausgangspunkt für weiterführende Überlegungen sein. „Gott mutet uns Grenzerfahrungen zu, die positiven wie negativen, die persönlichen und die politischen“, so der EKD-Friedensbeauftragte.

„Und dabei ist es gut, nicht nur die Folgen der Flüchtlingsbewegung in Europa in den Blick zu nehmen, sondern auch die Ursachen, die zu dieser Flucht geführt haben: die globalen Handelsbeziehungen, Waffenlieferungen, der Zusammenbruch staatlicher Gewalt, extreme Armut und Klimaveränderungen“, betont Renke Brahms. Es sei Zeit für eine Umkehr von diesen ungerechten Verhältnissen, deren Folgen die westliche Gesellschaft nun spüre, hebt der EKD-Friedensbeauftragte hervor.

Weitere Informationen zur Ökumenischen FriedensDekade: www.friedensdekade.de

Quelle: Pressemitteilung von

Der Friedensbeauftragte des Rates der EKD
Homepage: www.ekd.de/friedensbeauftragter

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