Anti-Militarisierung

Die Militarisierung der Außen- und der Innenpolitik sind zwei Seiten einer Kriegsmedaille. Während die Bundeswehr sich immer neue Einsatzgebiete außerhalb der Bundesrepublik ersch(l)ießt, wird auch die Militarisierung im Innern immer weiter vorangetrieben: Die Überwachung der Bevölkerung nimmt zu, die Polizei rüstet auf und die Bundeswehr wird immer häufiger im Inland eingesetzt. Zudem sollen die Menschen auch geistig auf die militaristische Sicherheitspolitik „auf Linie“ gebracht werden – mit Werbung und Propaganda an der Heimatfront. Über all diese Themen berichten wir hier.

Anti-Militarisierung

Protest-Camp in Strasbourg (1.-5. April 2009)

NATO-Protest stellt CAMP-Konzept vor

Im Rahmen einer Vor-Ort-Besichtigung stellten am Montagvormittag Aktive der Internationalen NATO-Protestvorbereitung die ihnen von der Stadt Strasbourg zur Verfügung gestellten Flächen für ein Camp der Gipfelgegner vor. Die am südlichen Stadtrand, im Stadtteil Neuhof / Stockfeld, gelegene Gelände bestehen aus vier einzelnen Flächen und erreichen eine Gesamtgröße von ca. 16 Hektar. Während auf zwei Flächen (jeweils etwa 2 Hektar) eine dichte Grasnarbe die Erde bedeckt und gute Bedingungen bietet, sind für die zwei größeren Flächen (6 und 7 Hektar) noch umfangreiche Vorarbeiten bis zu einer Nutzung als Campfläche notwendig. Mit Stroh sollen z.B. Wege vorbereitet und das Aufstellen einer Infrastruktur ermöglicht werden.
Die Organisatoren des Camps bekräftigten, dass das Camp in Eigenregie aufgebaut und in Selbstorganisation „verwaltet“ werde. Mit Diskussions- und Abstimmungsmodi unter den Gruppen sowie der Einbindung und dem Anpacken aller, werde ein System der direkten Partizipation entwickelt werden.
Die NATO- und Gipfelgegner erwarten an dieser Stelle von der Präfektur die gleiche großzügige Unterstützung und Finanzierung, wie sie für den NATO-Gipfel aus der Steuerkasse gewährt wird. So müsse der Boden für das Camp vorbereitet, Abfallentsorgung geklärt und Toiletten bereit gestellt werden. – Was den Einen billig ist muss den Anderen nicht teuer kommen!

Provokation – Militär auf dem NATO-Protest-Camp!
Das “Angebot“ der Strasbourger Präfektur, die Toiletten des Camps von Einheiten der französischen Armee aufstellen zu lassen, wurde jedoch als „pure Provokation“ entschieden zurück gewiesen. Es sei „eine Frechheit“, äußerten sich Aktive der Camp-Orga-Gruppe, „dass erst die Aufstellung teurer Wassertoiletten verlangt werde, um dann scheinheilig Hilfe anzubieten“. Die internationale Vorbereitung des Protestes fordert die Präfektur auf, „diese Art von Spielchen“ sein zu lassen. Monty Schädel, politischer Geschäftsführer der Deutschen Friedensgesellschaft (DFG-VK), wies darauf hin, dass es an anderen Stellen immer möglich gewesen ist, Stellen der Notdurft durch andere Systeme abzusichern. Der NATO-Protest wolle das Militär abschaffen und nicht zur zivilen Beschäftigung von Soldaten oder gar Unterstützung der PR-Arbeit beitragen.
„Soldaten, wollen wir nicht einmal für die Entsorgung unserer Fäkalien!“ sagte Schädel.

Die
https://www.dfg-vk.de/material/bildergalerie/das_camp_zum_nato_protest_2009/82
Fotos der Campflächen und des Bauernhofes
sind unter dem Hinweis "Quelle 'NATO-Protest-2009' " frei verfügbar.

Karte des #datei_Campplan_2009-09-03_02.pdf#

#datei_Culture_programm_for_the_village_in_strasbourg_1.pdf#

Die Eröffung des Camps soll am 1.4. mit einer Kulturveranstaltung stattfinden.
Die Genaue Adresse des Grundstücks lautet:
207 Rue de la Ganzau, F-67100 Strasbourg

Ein Bus (Linie 40) hält unmittelbar neben der Parzelle 2 des Camps. Die Straßenbahn (Linie 24) fährt bis ca. 2 Kilometer an das Camp heran. Das Stadtzentrum ist nicht mehr als 7 Kilometer entfernt.

Für die konkrete Planung des Camp ist es wichtig sich anzumelden, damit die Organisatoren wissen wie groß/umfangreich die Infrastruktur ausgelegt werden muß.
Anmeldung: natogipfel2009@riseup.net

Ein Homepage mit alle weiteren Details ist in Vorbereitung

Für den Aufbau des Camps wird vom 25.03.2009 an noch Hilfe benötigt. Interessierte melden sich bitte bei der Camp-Orga-Gruppe: camporga@riseup.net

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