Anti-Militarisierung

Die Militarisierung der Außen- und der Innenpolitik sind zwei Seiten einer Kriegsmedaille. Während die Bundeswehr sich immer neue Einsatzgebiete außerhalb der Bundesrepublik ersch(l)ießt, wird auch die Militarisierung im Innern immer weiter vorangetrieben: Die Überwachung der Bevölkerung nimmt zu, die Polizei rüstet auf und die Bundeswehr wird immer häufiger im Inland eingesetzt. Zudem sollen die Menschen auch geistig auf die militaristische Sicherheitspolitik „auf Linie“ gebracht werden – mit Werbung und Propaganda an der Heimatfront. Über all diese Themen berichten wir hier.

Anti-Militarisierung

Proteste gegen Werbetag der Armee

Die „Deutsche Friedensgesellschaft“ ruft zum Protest gegen den „Tag der Bundeswehr“ auf: Die Regierung versucht die Bevölkerung mit dem Millionen-Euro teuren Militärspektakel für Auslandseinsätze und Aufrüstung zu gewinnen und werbe dabei auch noch Minderjährige für den Dienst an der Waffe.

Alle Informationen gibt es auf: www.kein-tag-der-bundeswehr.de

1.679 Minderjährige hat die Bundeswehr im vergangenen Jahr an der Waffe ausgebildet. Unter anderem um diesen erst 17-Jährigen Nachwuchs zu gewinnen, organisiert die Armee seit 2015 den so genannten „Tag der Bundeswehr“ – eine Art militärischer Volksfeste, die in diesem Jahr in 14 Kasernen und auf öffentlichen Plätzen stattfinden: „Ein weiteres Motiv für den Werbetag ist die Hoffnung des Verteidigungsministeriums, die Menschen über Technikbegeisterung und Spaßprogramme für die Bundeswehr, ihre Auslandseinsätze und ihre Aufrüstung zu gewinnen“, erklärt Michael Schulze von Glaßer, politischer Geschäftsführer der „Deutschen Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdiensgegnerInnen“ (DFG-VK) dazu. „Es ist demokratietheoretisch bedenklich, dass die Bundesregierung viel Steuergeld in die Hand nimmt, um die Bevölkerung von ihrer Militärpolitik zu ‚überzeugen‘, statt dem Willen der Menschen zu folgen und etwa Auslandseinsätze beendet und die geplante Aufrüstung absagt“, so Schulze von Glaßer.

Die DFG-VK ruft daher zu Protesten gegen den „Tag der Bundeswehr“ am 15. Juni 2019 auf. An 10 der 14 Standorte sind Aktionen geplant:

 

Augustdorf // ab 10 Uhr // Infostände und Aktionen an allen drei zentralen Parkplätzen (Augustdorf, Birkenweg, Evangelischer Waldfriedhof; Schloss Holte-Stukenbrock, Lippstädter Weg 26; Hövelhof Heidschnuckenschäferei, Sennestraße 233)

Bad Hersfeld // 15 Uhr // Bahnhofs-Rückseite // Demonstration „Friedlicher Hessentag

Cham // 9 – 17 Uhr // Infostand Further Straße/Altenstädter Straße

Dillingen // 10 – 17 Uhr // Aktionsstand am Eingang der Luitpoldkaserne

Erding // ab 11 Uhr//Kundgebung am Schrannenplatz (Hauptplatz) in Erding, anschließend gibt es eine Demonstration zum Haupttor des Bundeswehrstandortes mit einer Abschlusskundgebung um etwa 13 Uhr

Hamburg // 10 – 17 Uhr // Infostand und Aktion (Holstenhofweg 85)

Jagel/Schleswig // 8 – 17 Uhr // Kreative Aktionen an allen Eingangstoren

Koblenz // 9.30 - 11.30 Uhr // Kundgebung am Willy-Brandt-Ufer (am Fähranleger)

Münster // ab 10 Uhr // Infostand am Eingang der Lützow-Kaserne

Pfullendorf // 10 – 15 Uhr // Infostand, Aktionen und Parlamentarier-Besuch vor und in der Staufer-Kaserne

Stralsund // ab 9.30 Uhr // Drei Mahnwachen an den Zugängen zur Hafeninsel und eine auf dem Alten Markt

 

Für Interviews oder bei Nachfragen nehmen Sie bitte jederzeit telefonisch unter 017623575236 oder per E-Mail unter svg@dfg-vk.de Kontakt auf!

Diese Pressemitteilung gibt es hier als PDF.

Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen, Stuttgart 12. Juni 2019.

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