Kriege und Konflikte

In vielen Regionen der Erde finden bewaffnete Konflikte und Kriege statt. Egal ob mit oder ohne Beteiligung Deutschlands, wir setzen uns weltweit für ein Ende von Gewalt ein. Hier werden wir über Hintergründe und Auswirkungen heutiger Gewalt informieren und unsere Vorstellungen ziviler und gewaltfreier Konfliktlösung präsentieren, denn Krieg ist ein Verbrechen! Über alles im Zusammenhang mit „Kriegen und Konflikten“ werden wir hier berichten.

Kriege und Konflikte

Internationaler Afganistankongress in Hannover

Mit einem Aufruf zu weiteren Aktionen und Veranstaltungen ging der Internationale Afghanistan-Kongresses der deutschen Friedensbewegung in Hannover am 08.06.2008 zu Ende. Die etwa 400 Teilnehmenden riefen für den 20. September zu einer bundesweiten Demonstration nach Berlin und Stuttgart auf. Auf der Konferenz wurde der Wille nach einer verstärkten Zusammenarbeit mit Gewerkschaften und Kirchen sowie anderen Strukturen gegen den Krieg bekräftigt

Am Rande des Kongresses haben sich Organisationen der Friedensbewegung aus 12 Ländern des Kongress in Hannover zum Anlass genommen, ein internationales Netzwerk für Frieden in Afghanistan zu gründen. Ihre gemeinsame Hauptforderung ist der Abzug aller ausländischen Truppen aus Afghanistan als Voraussetzung für eine friedliche Lösung.

Am Rande des Afghanistan-Kongresses diskutierten Vertreterinnen und Vertreter der deutschen und der internationalen Friedensbewegung gemeinsame Gegenaktivitäten zum 60. Jahrestag der NATO. Dieser Jahrestag wird im Mai 2009 in Straßburg und Kehl gefeiert. Eine Internationale Konferenz im Oktober 2008 in Frankreich oder Deutschland soll detaillierte Vorschläge für gemeinsame Veranstaltungen und Aktionen in der Größe der G-8-Proteste erarbeiten. Dazu wurde eine Vorbereitungsgruppe mit Vertreterinnen und Vertretern aus Frankreich, Deutschland. Großbritannien,Griechenland und des Internationalen Friedensbüros (IPB) gebildet

Aufruf des Afghanistankongresses zu Herbstaktionen 2008:
<http://www.koop-frieden.de/aktuell/AufrufAfghanistan.pdf>

Presseerklärung zum Abschluss des Internationalen Afghanistankongresses 2008
<http://www.koop-frieden.de/aktuell/PE-08-06-08.pdf>

Presseecho auf den Afghanistankongress:
<http://www.uni-kassel.de/fb5/frieden/bewegung/afgh/kongress3.html>

Internationale Vereinbarung zum 60. Jahrestag der NATO (deutsch):
<http://www.koop-frieden.de/aktuell/VereinbarungNATO.pdf>

Weitere Informationen im Afghanistan-Dossier der Informationstelle Militarisierung (IMI)
<http://www.imi-online.de/download/AfghanistanQuer.pdf>

oder dem des Kasseler Friedensratschlags:
<http://www.uni-kassel.de/fb5/frieden/regionen/Afghanistan/Welcome.html>



Aufruf zu einem
Internationalen Afghanistankongress:
Dem Frieden eine Chance -- Truppen raus aus Afghanistan!
7./8. Juni 2008, Hannover
#datei_AfghanistanKonferenzProgramm.pdf#

Die Bundesrepublik Deutschland versinkt immer tiefer im Sumpf des grausamen Afghanistan-Krieges. Im Sommer d.J. wird erstmals eine Schnelle Eingreiftruppe der Bundeswehr die dort bereits stationierten ISAF-Verbände verstärken. Und in Berlin pfeifen es die Spatzen von den Dächern, dass bei der Verlängerung des Einsatzmandats im Herbst eine massive Truppenaufstockung vorgenommen werden soll.

Der Krieg in Afghanistan, den die USA und ihre Verbündeten vor fast sieben Jahren begonnen haben, verstößt gegen das Völkerrecht und tritt alle Gesetze der Menschlichkeit mit Füßen. Er ist - wie Krieg und Besatzung im Irak und die Kriegsdrohungen gegen den Iran - Teil des Projekts zur Neuordnung des Nahen und Mittleren Ostens. In den meisten Regionen Afghanistans herrschen heute Warlords und Drogenbarone; Gewalt, Terror und Drogenhandel prägen den Alltag. Die Bevölkerung lebt in ständiger Angst und unter unwürdigen sozialen Bedingungen. Die ausländischen Truppen werden keineswegs als Befreier, sondern zunehmend als feindliche Besatzer gesehen, gegen die jeder Widerstand gerechtfertigt erscheint.

Was Afghanistan braucht, ist Frieden als Voraussetzung für eine souveräne Demokratie. Der zivile Wiederaufbau und eine soziale Entwicklung können berhaupt erst gelingen, wenn der Krieg beendet und die fremden Truppen abgezogen sind und die somit freiwerdenden Mittel für humanitäre Arbeit zur Verbesserung der Lebensbedingungen genutzt werden. Karitative und humanitäre Hilfsorganisationen bestätigen immer wieder, dass Hilfe am besten dort geleistet werden kann, wo kein Militär vorhanden ist. Es ist ein Skandal, dass für den Krieg ein Vielfaches an Geld Ausgegeben wird wie für den zivilen Wiederaufbau!

Die Beendigung des Bundeswehreinsatzes ist noch keine Garantie, eröffnet aber eine Chance für eine friedlichere Entwicklung in Afghanistan. Andere Kriegsparteien würden damit unter Druck geraten, ihre Truppen ebenfalls abzuziehen.

Wir laden ein zu einem Internationale Afghanistankongress am 7./8. Juni 2008 in Hannover. Der Kongress steht unter dem Motto: "Dem Frieden eine Chance - Truppen raus aus Afghanistan!" Mit Expertinnen und Experten aus dem In- und Ausland, mit Betroffenen aus Afghanistan, mit Kriegsverweigerern und Friedensaktivisten aus Europa und Übersee wollen wir den Unwahrheiten und Verdrehungen der herrschenden Politik von Washington bis Berlin entgegen treten und dem weltweiten Widerstand gegen den Krieg eine Stimme verleihen.


Das Programm:
<https://www.dfg-vk.de/thematisches/afghanistankongress_2008/2008/233>


Kontaktadresse für den Kongress:

Afghanistankongress
c./o. IALANA
Glinkastrasse 5-7
10117 Berlin

Tel: 030-20654857
Fax 030-21234057

E-Mail: kontakt@afghanistankongress.de
Internet:


Spenden und Unterstützung für den Kongress:

Friedens- und Zukunftswerkstatt
Konto 200 08 13 90
bei der Frankfurter Sparkasse 1822 (BLZ 500 502 01)
Stichwort Afghanistankongress

Facebook E-Mail YouTube Twitter Instagram