Theorie und Praxis

Der politische Pazifismus unseres Verbands verlangt dauerhaftes politisches Handeln mit dem Ziel, Bedingungen für eine Welt ohne Krieg und Unterdrückung zu schaffen. Aus der Überzeugung, dass sich Mittel und Ziel entsprechen müssen, verfolgt die DFG-VK ihre politischen Ziele ausschließlich mit gewaltfreien Mitteln. Über die dazugehörige Theorie und die Praxis unseres Handelns gibt es hier weitere Informationen – außerdem geht es auch um Interna aus unserem vielfältigen und unabhängigen Friedensverband.

Theorie und Praxis

Afghanistan-Debatte

Leserbrief vom DFG-VK Bundessprecher Thomas Carl Schwoerer als Reaktion auf einen Kommentar unter dem Titel "Käßmanns Pazifismus hilft nur den Kriegstreibern" vom Herausgeber der ZEIT Josef Joffe:


Was heißt es praktisch, wenn Politiker, Militärs und Journalisten "Verantwortung" übernehmen für einen angeblich notwendigen Krieg? Tatsächlich bezahlen die Opfer des Kriegs - Zivilisten, Soldaten, Steuerzahler - die Zeche. War z.B. das Massaker von Kunduz verantwortungsvoll? Ist es verantwortungsvoll, am Ausbau der afghanischen Armee mitzuwirken und damit der deutschen Rüstungsindustrie einen weiteren Exportmarkt zu erschließen (Deutschland belegt bekanntlich Rang drei auf der weltweiten Rüstungsexportskala)?

Der organisierte politische Pazifismus fordert schon viel länger als Kurt Beck, geschweige denn Minister zu Guttenberg, Verhandlungen mit allen afghanischen Bürgerkriegsparteien, mitsamt weiteren konkreten Bausteinen für einen Frieden. Im Vergleich dazu sind die Vorstellungen der SPD für einen Rückzug der Bundeswehr bis 2015 bzw. die nebulösen Verlautbarungen der Bundesregierung völlig unzureichend. Willy Brandts Diktum gilt unverändert, dass der Frieden nicht alles, aber ohne Frieden alles nichts ist.

Thomas Carl Schwoerer ist Bundessprecher der DFG-VK



http://www.zeit.de/2010/04/P-Zeitgeist
der Artikel bei Zeit-online.de

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