Theorie und Praxis

Der politische Pazifismus unseres Verbands verlangt dauerhaftes politisches Handeln mit dem Ziel, Bedingungen für eine Welt ohne Krieg und Unterdrückung zu schaffen. Aus der Überzeugung, dass sich Mittel und Ziel entsprechen müssen, verfolgt die DFG-VK ihre politischen Ziele ausschließlich mit gewaltfreien Mitteln. Über die dazugehörige Theorie und die Praxis unseres Handelns gibt es hier weitere Informationen – außerdem geht es auch um Interna aus unserem vielfältigen und unabhängigen Friedensverband.

Theorie und Praxis

Antikriegstag 2019 – Friedensfest in Leipzig

Am 1. September jährt sich der Beginn des 2. Weltkrieges zum achtzigsten Mal. Seine Lehren – Nie wieder Krieg! Nie wieder Faschismus! – finden heute kaum noch Berücksichtigung. Auch in diesem Jahr gibt es daher zahlreiche Friedensproteste – einer der größten findet in Sachsen statt.

Etwa 60 Aktionen sind am und rund um den 1. September geplant. Themen dabei sind beispielsweise die Aufrüstung der Bundeswehr, die Konfrontation zwischen der NATO und Russland aber auch der zunehmende Einzug nationalistischer und faschistischer Ideologien in die Parlamente. Alle zum Antikriegstag geplanten Aktionen finden sich gesammelt auf der Website des „Netzwerks Friedenskooperative“:

https://www.friedenskooperative.de/antikriegstag2019

Eine der größten Aktionen findet dabei – auch mit Blick auf die Landtagswahl in Sachsen – bereits am Samstag, dem 31. August 2019, in Leipzig statt: Beim „Alles Friedlich“-Protest wird Musik mit Protest verbunden. Den Auftakt bildet ab 15 Uhr ein Friedensfest mit Infoständen, Redebeiträgen und der Schülerband „Die Ritalinos“ auf dem Augustusplatz. Neben den Auslandseinsätzen der Bundeswehr, der Erhöhung der Rüstungsausgaben und vermehrter Rüstungsexporte oder der Konfrontation mit Russland werden auch die Gefährdung des sozialen Friedens durch diese verfehlte Politik sowie des inneren Friedens durch das Erstarken nationalistischer und rassistischer Positionen nicht nur in der AfD eine Rolle spielen. Der Leipziger Friedenspreis, die zum Ostermarsch aus einem Schwert geschmiedete Sichel, wird in diesem Jahr posthum an Silke Wagner von der Initiative „Leipzig- Brücke der Kulturen“ verliehen. Eines der völkerverständigenden Projekte des Vereins war die Errichtung des Völkerfreundschaftsdenkmals von Michael Fischer-Art im kleinen Dorf Leipzig im Ural.

Sollte die AfD am 1. September die erwarteten Erfolge erzielen und die CDU sich aus machtpolitischen Überlegungen von ihrer Ablehnungspolitik abwenden, werden besonders Kulturschaffende der freien Szene unter den Leidtragenden sein. Aus diesem Grund werden von 16.30 bis 19 Uhr Künstlerinnen und Künstler unter dem Motto „Kleinkunst gegen Rechts“ Position beziehen: die Poetry Slamerinnen Josephine von Blüten Staub, Lina Wedemeyer oder Capucine Venus, Uwe Brückner vom Neuen Schauspiel Leipzig und der Theaterautor und -regisseur Nils Matzka, begleitet von Bianca Aristia, dem Rapper FF Merz und der Indie Soul Band DEGUY.
Ab 19 Uhr wird eine Adaption des „Anachronistischen Zuges“ als Spitze der Demonstration durch die Leipziger Innenstadt ziehen. Mit diesem Gedicht thematisierte Bert Brecht bereits 1947 die Kontinuität rassistischer und faschistischer Ideologie in der jungen Bundesrepublik. Mitwirkende sind gern gesehen.
Ab 20 Uhr gehört die Bühne auf dem Augustusplatz dann musikalisch-politischen Augumenten: Die Griffins, Baby of the Bunch, mjuix und die DJs von Goodhood wollen den potentiellen Wählerinnen und Wählern des Folgetages ihre Sicht der Dinge nahebringen.

Für Interviews oder bei Nachfragen nehmen Sie bitte jederzeit per E-Mail unter schleip@dfg-vk.de Kontakt auf!

Diese Pressemitteilung gibt es hier als PDF!

Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen, Leipzig/Stuttgart 30. August 2019.

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