Theorie und Praxis

Der politische Pazifismus unseres Verbands verlangt dauerhaftes politisches Handeln mit dem Ziel, Bedingungen für eine Welt ohne Krieg und Unterdrückung zu schaffen. Aus der Überzeugung, dass sich Mittel und Ziel entsprechen müssen, verfolgt die DFG-VK ihre politischen Ziele ausschließlich mit gewaltfreien Mitteln. Über die dazugehörige Theorie und die Praxis unseres Handelns gibt es hier weitere Informationen – außerdem geht es auch um Interna aus unserem vielfältigen und unabhängigen Friedensverband.

Theorie und Praxis

Bundesweite Protestaktionen gegen den „Tag der Bundeswehr“

Friedensgruppen fordern ein Ende der Rekrutierung von Minderjährigen

Anlässlich des „Tags der Bundeswehr“ fanden heute an mehreren Standorten in Deutschland Aktionen der Friedensbewegung statt. Mit Veranstaltungen von Demonstrationen über Informationsveranstaltungen bis hin zu Friedensfesten und Konzerten protestierten Friedensaktivisten gegen das Militärspektakel. Kritik an der Rekrutierung und der Verharmlosung der Folgen von Militäreinsätzen standen dabei im Vordergrund: „Mit den Veranstaltungen gegen den Tag der Bundeswehr in rund 10 Städten in ganz Deutschland konnten wir ein starkes Zeichen gegen die zunehmende Militarisierung setzen“, sagt Kristian Golla vom Netzwerk Friedenskooperative.

„Viele Menschen ist nicht bewusst, dass die Bundeswehr mit dem Tag der Bundeswehr ganz gezielt Kinder und Jugendliche anspricht und um sie wirbt, da sie in ihnen potentiell neue Soldaten sieht. Doch insbesondere die Rekrutierung Minderjähriger stößt bei vielen Menschen zu Recht auf Unverständnis“œ, berichtet Marvin Mendyka vom Netzwerk Friedenskooperative: „Beim Militär geht es um Krieg, nicht ums Bohren von Brunnen. Panzer sind keine Spielzeuge, sondern mörderische Waffen!“

Die größten Proteste fanden in Bonn, Trier, Stetten und Erfurt statt. Weitere Protestaktionen gab es in Bückeburg, Hamburg, Hohn, München, Rostock-Warnemünde, Veithöchsheim und Wilhelmshaven. Auf dem Bonner Marktplatz demonstrierten rund 150 Friedensaktivisten gegen den „Tag der Bundeswehr“. Als Zeichen des Protests machten sie mit Schildern und Bannern mit der Aufschrift „Kein Werben fürs Sterben“ auf sich aufmerksam.

Auch in Erfurt (siehe die Fotos auf dieser Seite) protestierten viele Menschen u.a. mit Banner „Schwerter zu Pflugscharen“ gegen das Militärspektakel auf dem Domplatz. Bereits im Vorfeld war es dort zu Diskussionen um den „Tag der Bundeswehr“ gekommen, da die Bundeswehr mit dem Slogan „Panzer statt Riesenrad auf dem Erfurter Domplatz“ für ihre Veranstaltung geworben hat. Mehrere Erfurter Organisationen nahmen daran Anstoß. In Trier organisierten Aktivisten ein Friedensfest mit friedenspolitischen Redebeiträgen.

Auch im Internet und den Sozialen Medien gab es verschiedene Aktionen und Proteste. So erstellte die „Deutschen Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen“ im Vorfeld eine Persiflage der offiziellen Bundeswehrseite zum Tag der Bundeswehr. Die Adresse lautet www.tag-der-bundeswehr-2016.de.

 

Gemeinsame Pressemitteilung der „Deutschen Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen“, dem „Komitee für Grundrechte und Demokratie“ und dem „Netzwerk Friedenskooperative“, Bonn, den 11. Juni 2016.

 

Kontakt: friekoop@bonn.comlink.org, office@dfg-vk.de

Bildmaterial von den Gegenaktionen zum „Tag der Bundeswehr“ in vielen Städten gibt es hier.

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