Theorie und Praxis

Der politische Pazifismus unseres Verbands verlangt dauerhaftes politisches Handeln mit dem Ziel, Bedingungen für eine Welt ohne Krieg und Unterdrückung zu schaffen. Aus der Überzeugung, dass sich Mittel und Ziel entsprechen müssen, verfolgt die DFG-VK ihre politischen Ziele ausschließlich mit gewaltfreien Mitteln. Über die dazugehörige Theorie und die Praxis unseres Handelns gibt es hier weitere Informationen – außerdem geht es auch um Interna aus unserem vielfältigen und unabhängigen Friedensverband.

Theorie und Praxis

DFG-VK Oster-Aktion 2018

Liebes DFG-VK-Mitglied und liebe Freundinnen und Freunde des Verbandes,

wir sind überwältigt! Im vergangenen halben Jahr haben wir unsere Friedensarbeit neu aufgestellt – viele junge Leute sind in unseren Verband gestoßen und bringen neue, frische Ideen mit. Durch die Spenden des vergangenen Weihnachtsspendenaufrufs konnten wir ihr Engagement in den letzten Monaten auch finanziell unterstützen: Seit März arbeitet Kathi Müller für die DFG-VK und ist gerade – wenn ihr das hier lest – rund um die Ostermärsche aktiv. Auch der „Frieden geht!“-Staffellauf kann durch eure Spenden realisiert werden – weitere finanzielle Unterstützung dafür würde uns bei der Umsetzung dennoch sehr helfen!
1,572 Billionen Euro wurden 2016 weltweit für Militär ausgegeben. In Zeiten, in denen  die Politik auf Aufrüstung setzt, die atomare Bedrohung weiter zunimmt und der Krieg in Syrien immer weiteres Leid verursacht, ist es umso wichtiger, sich für Alternativen – Abrüstung, Diplomatie sowie zivile und gewaltfreie Konfliktlösung – einzusetzen: Auf der Straße bei Protestaktionen, auf parlamentarischer und Parteien-Ebene und auch international. All das machen wir von der „Deutschen Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen“.
So konnten wir im vergangenen Jahr den Beschluss der Vereinten Nationen, einen Atomwaffenverbotsvertrag von 122 Staaten, feiern, für den wir uns lange Zeit eingesetzt haben – und kurz darauf auch den Friedensnobelpreis. Des Weiteren konnten unsere Aktiven den Bau einer Munitionsfabrik in Baden-Württemberg verhindern und es gab unzählige Aktionen gegen die Werbung des Militärs an Schulen und bei Berufsmessen. Unsere Friedensarbeit hat aktuell viel Schwung – die Aktivitäten und auch die Mitgliedszahlen steigen.
Und damit es so weitergehen kann, brauchen wir deine Unterstützung: Konkret gibt es zwei Projekte, für die wir uns eine Stärkung wünschen würden. Bitte schau dir beide Projekte unten an und entscheide, welches du unterstützen möchtest!

Vielen Dank für deine Aufmerksamkeit. Wir wünschen gute und erfolgreiche Ostermärsche!


Christoph Neeb, Bundeskassierer der DFG-VK

 

P.S.: Wer eine Spendenquittung braucht, kann auch der „Bertha-von-Suttner-Stiftung der DFG-VK“ (www. bertha-von-suttner-stiftung.de) oder dem „RüstungsInformationsBüro e.V.“ (www.rib-ev.de) spenden.

 

Du hast die Möglichkeit mit deiner Spende zu beeinflussen, welches von zwei Themen/Projekten wir in Zukunft verstärkt behandeln sollen und realisieren können. So einfach geht’s:

1. Schau dir die beiden Projekte unten an.

2. Entscheide dich für eines der Projekte, das dir wichtig ist und das du fördern willst – jeder Euro zählt (und natürlich kannst du auch gerne beide Projekte unterstützen)!

3. Klicke auf einen der Links hier drunter, trage den Projektnamen ein (bei „eigener Verwendungszweck“) oder lass uns den Namen des von dir ausgewählte Projekts per E-Mail zukommen (verwaltung@dfg-vk.de), trage dazu noch deinen Förderbetrag ein und lass uns die Spenden zukommen:

 



 

4. Das machen wir: Uns bei dir bedanken! Super, dass du die Friedensarbeit unterstützt!

 

„Frieden geht!“ – Endspurt beim Staffellauf gegen Rüstungsexporte

Projektname: Frieden geht | Spendenziel: 4.000 Euro

Seit Wochen führt die türkische Armee in Nordsyrien mit „Leopard“-Panzern „Made in Germany“ Krieg gegen die Kurdinnen und Kurden. Einmal mehr wird dabei deutlich, wie tödlich und unkontrollierbar Rüstungsexporte sind: Zwischen 2005 und 2013 hat die Bundesregierung der Türkei 354 der Kampfpanzer geliefert. Auch die neue Große Koalition will Waffen in alle Welt liefern – sogar weiter nach Saudi-Arabien, das aktuell gegen Jemen einen blutigen Krieg führt. Wir setzen uns für ein gesetzliches Verbot aller Waffenexporte ein: Deutsche Rüstungsfirmen müssen daran gehindert werden, Konflikte in aller Welt zu befeuern.

          

Um für dieses Ziel Aufmerksamkeit und Zustimmung zu gewinnen, organisieren wir gemeinsam mit anderen Friedensorganisationen vom 21. Mai bis 2. Juni 2018 den „Frieden geht!“-Staffellauf gegen Rüstungsexporte: Von Oberndorf, dem Standort des Kleinwaffenherstellers „Heckler & Koch“, geht es über Kassel, wo die Panzerbauer „Krauss-Maffei Wegmann“ und „Rheinmetall“ u.a. die „Leopard“-Panzer bauen, bis ins Regierungszentrum nach Berlin. Bereits bei unserem letzten Spendenaufruf kamen für das aufwendige Projekt mehrere tausend Euro zusammen – das war schon super und damit ist sicher, dass der Staffellauf stattfinden wird! Damit wir aber genügend Begleitfahrzeuge – vor allem den DFG-VK-Bulli – zum Einsatz bringen und den Lauf auch medial etwa mit einem Film-Team begleiten und festhalten können, brauchen wir noch etwas mehr Hilfe. Verhelft „Frieden geht!“ zu bundesweiter Ausstrahlung und zum deutlichen Zeichen gegen Rüstungsexporte – machen wir politisch Druck und erwirken ein Exportverbot für Waffen!

 

Nein zu Kindersoldaten bei der Bundeswehr!

Projektname: unter18nie | Spendenziel: 6.000 Euro

Kindersoldatinnen und -soldaten in der deutschen Armee? Zumindest laut Definition der Vereinten Nationen ist das so: Dort gelten alle Menschen unter 18-Jahren als Kinder. Und im vergangenen Jahr hat die Bundeswehr 2.128 Minderjährige an der Waffe ausgebildet – damit hat sich die Zahl der 17-Jährigen in der Bundeswehr seit 2011 mehr als verdreifacht!

          

Als Teil des „Deutschen Bündnis Kindersoldaten“ sind wir dagegen seit Jahren aktiv: 2016 konnten wir die Kinderkommission des Bundestags dazu bewegen, sich gegen die Rekrutierung Minderjähriger durch die Armee auszusprechen. Und im vergangenen Jahr haben wir 30.000 Protest-Unterschriften dazu an Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen übergeben – weitere 20.000 Postkarten mit den Forderungen „unter 18 nie“ und nach einem Ende der gezielt auf Kinder und Jugendliche gerichteten Armee-Werbung etwa an Schulen wurden direkt ans Verteidigungsministerium geschickt. Selbst die Vereinten Nationen fordern von der Bundesregierung mittlerweile, die Rekrutierungspraxis der Bundeswehr zu ändern und den internationalen „Straight 18“-Standard einzuhalten. Doch die deutsche Regierung sperrt sich und stellt sich taub. Sie wollen weiter auch 17-Jährige an Waffen ausbilden, um sie später in Auslandseinsätze schicken zu können. Der Jugendschutz wird mit Füßen getreten.
Wir wollen den Druck erhöhen, um die Regierung endlich zum Einlenken zu bewegen und junge Leute davon abzubringen, Soldatin oder Soldat zu werden: Nach dem erfolgreichen letzten Spendenbrief konnten wir Benno Malte Fuchs dafür bereits auf kleiner Basis als Campaigner anstellen. Angesichts der traurigen neuen Rekordzahl der Minderjährigen bei der Bundeswehr wollen wir dem Thema in Zukunft eine höhere Priorität verleihen. Um darauf mehr Arbeitszeit verwenden zu können, um Aktionen durchzuführen und Materialien zu erstellen, brauchen wir deine Unterstützung! Hilf uns dabei, junge Leute von friedlicher und ziviler Konfliktlösung zu überzeugen und sie der Armee-Werbung zu entziehen. Minderjährige dürfen nicht an Waffen ausgebildet werden!

Facebook E-Mail YouTube Twitter Instagram