Theorie und Praxis

Der politische Pazifismus unseres Verbands verlangt dauerhaftes politisches Handeln mit dem Ziel, Bedingungen für eine Welt ohne Krieg und Unterdrückung zu schaffen. Aus der Überzeugung, dass sich Mittel und Ziel entsprechen müssen, verfolgt die DFG-VK ihre politischen Ziele ausschließlich mit gewaltfreien Mitteln. Über die dazugehörige Theorie und die Praxis unseres Handelns gibt es hier weitere Informationen – außerdem geht es auch um Interna aus unserem vielfältigen und unabhängigen Friedensverband.

Theorie und Praxis

Kampf dem Pazifismus


http://www.schulze-von-glasser.eu/
von Michael chulze von Glaßer)
Links­par­tei – Ei­ni­ge Re­for­mer in der Par­tei wol­len auf SPD und Grüne zu­ge­hen. Sie schlie­ßen Mi­li­tär­ein­sät­ze nicht mehr ge­ne­rell aus. Dies kann sich bei der nächs­ten Wahl rä­chen

Es ist eine Krux mit dem Pa­zi­fis­mus der Links­par­tei. Soll­te man alle Krie­ge ab­leh­nen? Für die einen ist es eine un­um­stöß­li­che po­li­ti­sche Über­zeu­gung und ein Al­lein­stel­lungs­merk­mal der Par­tei, für die an­de­ren blin­der Dog­ma­tis­mus und ein zen­tra­les Hin­der­nis auf dem Weg zu einer mög­li­chen Re­gie­rungs­be­tei­li­gung mit SPD und Grü­nen. Die So­zi­al­de­mo­kra­ten sind be­reits dabei, sich zu öff­nen: In einem sym­bo­li­schen Schwenk wol­len sie auf ihrem Leip­zi­ger Par­tei­tag be­schlie­ßen, künf­ti­ge Ko­ali­tio­nen mit der Lin­ken nicht mehr grund­sätz­lich ab­zu­leh­nen.

Nun sorgt in der Lin­ken ein Buch für Un­ru­he – so­wohl in­ner­halb der Par­tei als auch in der Frie­dens­be­we­gung, die bis­lang große Hoff­nun­gen in die Links­par­tei ge­setzt hat. Schon seit Jah­ren be­äu­gen sich die Au­ßen­po­li­ti­ker der Links­par­tei miss­trau­isch, wenn es um die Hal­tung zu Aus­lands­ein­sät­zen, zur UNO, zu Krie­gen geht. Nun wagen sich ei­ni­ge aus der De­ckung. Die Waffe in ihrem Kampf ist 128 Sei­ten dick und kos­tet 9,90 Euro: Linke Au­ßen­po­li­tik – Re­form­per­spek­ti­ven heißt der Sam­mel­band, her­aus­ge­ge­ben vom Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ten Ste­fan Lie­bich und dem Par­tei­vor­stands­mit­glied Gerry Woop. Beide las­sen sich dem so­ge­nann­ten Re­for­mer­flü­gel der Par­tei zu­ord­nen.
Um zu ver­ste­hen, wel­chen Spreng­stoff das Buch lie­fert, lohnt ein Blick in das Par­tei­pro­gramm. Die Linke for­dert die Ab­schaf­fung der NATO und ein Ende aller Be­tei­li­gun­gen an Aus­lands­ein­sät­zen. Dar­auf hat sich die Par­tei ge­ei­nigt. Nur: Mit die­sen Po­si­tio­nen ist eine rot-?rot-?grü­ne Ko­ali­ti­on prak­tisch un­mög­lich. Will die Linke mit­re­gie­ren, wird sie dafür ihre Hal­tung zu­min­dest teil­wei­se auf­ge­ben müs­sen.


http://www.freitag.de/autoren/der-freitag/sprengstoff-fuer-den-pazifismus
wei­ter­le­sen bei www.freitag.de


er­schie­nen in der Wo­chen­zei­tung „der Frei­tag“ (www.?freitag.?de) vom 14. No­vem­ber 2013

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