Theorie und Praxis

Der politische Pazifismus unseres Verbands verlangt dauerhaftes politisches Handeln mit dem Ziel, Bedingungen für eine Welt ohne Krieg und Unterdrückung zu schaffen. Aus der Überzeugung, dass sich Mittel und Ziel entsprechen müssen, verfolgt die DFG-VK ihre politischen Ziele ausschließlich mit gewaltfreien Mitteln. Über die dazugehörige Theorie und die Praxis unseres Handelns gibt es hier weitere Informationen – außerdem geht es auch um Interna aus unserem vielfältigen und unabhängigen Friedensverband.

Theorie und Praxis

Rotes Kreuz streitet mit Friedensaktivisten

In der Auseinandersetzung um die immer enger werdende „Zivil-Militärische-Zusammenarbeit“ der Bundeswehr mit dem Deutschen Roten Kreuz (DRK) hat die Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK) jetzt mit einer neuen Aktionswebsite – www.bleibt-zivil.de – nachgelegt. Eine erste Website der Friedensaktivisten hatte das DRK verboten.


Eine Unterlassungserklärung sollten die Friedensaktivisten der DFG-VK auf Geheiß des Deutschen Roten Kreuzes Anfang Juni unterzeichnen und über 1.700 Euro Anwaltskosten übernehmen. Grund dafür war eine Aktionswebsite, die die zunehmende Kooperation zwischen der humanitären Hilfsorganisation und dem deutschen Militär anprangerte. Zwar haben die Friedensaktivisten ihre Website aus dem Internet genommen, die Unterlassungserklärung haben sie aber nicht unterschrieben und auch die Anwaltskosten nicht übernommen: „Wir stehen zu unserer Forderung nach einer Trennung zwischen Zivilem und dem Militärischem und werden uns nicht mundtot machen lassen“, begründet Christoph Neeb, Bundessprecher der DFG-VK, die Reaktion auf das juristische Vorgehen des DRK.
Die Friedensaktivisten wollen, dass die Hilfsorganisation unabhängig, unparteilich und neutral bleibt: „Diese Grundsätze des Roten Kreuzes sind aktuell ernsthaft gefährdet“, so Christoph Neeb. Er verweist dabei unter anderem auf die Kooperationsvereinbarung zwischen dem DRK und der Bundeswehr. „In der Vergangenheit mussten humanitäre Organisationen bereits Einsatzländer verlassen, nachdem sie vom Militär vereinnahmt und ins Visier bewaffneter Konfliktfraktionen geraten waren“, so der DFG-VK-Bundessprecher.
Genauer erläutert die DFG-VK ihren Standpunkt nun auf ihrer neuen Aktionswebsite: www.bleibt-zivil.de. Dort rufen die Friedensaktivisten auch dazu auf, dem DRK keine Geldspenden zukommen zu lassen, solange die Organisation mit der Bundeswehr kooperiert: „Das Zivile muss zivil bleiben“, heißt es auf der Website.

Für weitere Informationen, Interviews oder bei Nachfragen stehe wir Ihnen jederzeit per E-Mail unter neeb@dfg-vk.de und office@dfg-vk.de zur Verfügung!

Pressemitteilung der "Deutschen Friedensgesellschaft - Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen" (DFG-VK), Stuttgart, den 17. Juni 2016

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