Theorie und Praxis

Der politische Pazifismus unseres Verbands verlangt dauerhaftes politisches Handeln mit dem Ziel, Bedingungen für eine Welt ohne Krieg und Unterdrückung zu schaffen. Aus der Überzeugung, dass sich Mittel und Ziel entsprechen müssen, verfolgt die DFG-VK ihre politischen Ziele ausschließlich mit gewaltfreien Mitteln. Über die dazugehörige Theorie und die Praxis unseres Handelns gibt es hier weitere Informationen – außerdem geht es auch um Interna aus unserem vielfältigen und unabhängigen Friedensverband.

Theorie und Praxis

Wo bleibt die Friedensbewegung?

„Hätten amerikanische Flugzeuge in irgendeinem Konflikt der letzten Zeit so bombardiert, wie die Russen in Aleppo, dann möchte ich das Geheule der deutschen amerikakritischen Öffentlichkeit hören und das Geschrei unserer Friedensbewegung, die diesmal mal wieder die Schnauze hält.“NATO-General a.D. Klaus Naumann am 16. Februar 2016 im Deutschlandfunk

 

Da ist es wieder! Das „Wo-bleibt-die-Friedensbewegung?!“ Ein Argument kann man es nicht nennen. Der SPD-Politiker Erhard Eppler hat darauf schon vor 35 Jahren auf der großen Friedensdemonstration im Bonner Hofgarten geantwortet – damals gab es die Sowjetunion noch und es ging um die Stationierung von atomaren Mittelstreckenraketen:

 

„Liebe Freunde, man hat uns Einäugigkeit vorgeworfen, weil wir uns vor allem an unsere Regierung wenden und nicht an die sowjetische. Der Grund ist sehr einfach: Weil wir diese unsere Regierung gewählt haben und nicht die sowjetische. Wir wenden uns als demokratische Bürger korrekter Weise an unsere Regierung als unseren Ansprechpartner. Und wem dies nicht gefällt, der soll Nachhilfestunden in Demokratie nehmen. Wenn der Bundeskanzler meint, wir wollten ihn drängen, so hat er Recht. Aber ich frage mich nur: Lässt sich ein solches Drängen in einer Demokratie von der eigenen Wählerbasis her wirklich nicht anders deuten denn als Kampfansage?“ - Erhard Eppler in seiner Rede am 10. Oktober 1981 im Bonner Hofgarten

 

Damals wie heute hat die Friedensbewegung Abrüstung in Ost und West gefordert. Und wie der Journalist Tobias Armbrüster, der Klaus Naumann interviewte, richtig sagt, ist die Empörung über die Bombardierung syrischer Städte durch Russland groß. Wir halten nicht „die Schnauze“, wir äußern uns so laut, wie wir es für richtig halten und es unsere Kapazitäten zulassen, auch gegen die russischen Bombardements: „Verhandelt mit dem IS!“, „Militärische Lösungen eines abgehobenen Zirkels“.

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